Der Kaventsmann mit der Sammeltasse

Thomas Böhme wandelt in »Alter Worte Welt«

  • Von André Schinkel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Gassenhauer geht schon seit Jahren an Krücken«, schreibt Thomas Böhme. »Blaß und kränklich ist er geworden, weil er sich nur noch von Konserven ernährt und immer seltener Worte findet, die leicht von Mund zu Mund fliegen.« Mit seinen »Asservaten« hat der Verfasser von bald dreißig Büchern seinem Werk eines beigefügt, das aufgrund seines einladenden Geists wie tiefgründigen Humors von Hand zu Hand gehen sollte.

»Mache keene Sperenzchen!«, so klingt es, wenn der Mitteldeutsche, zumal, wenn er in der Gegend um Leipzig zu Hause ist, zum Ausdruck bringt, dass ihm das Gezicke seines Gegenüber nun langsam auf den Docht geht. Ein wenig paradox mag es schon erscheinen, denn in seiner neuen Prosa über 101 Fallbeispiele in Vergessenheit geratender Worte ist es Böhme gelungen, seinen Schützlingen »positive Sperenzchen« zu entlocken. Nicht ein einziger Beitrag ergeht sich in entleerter Zierbengelei, alles ist mit augenzwinkernder Ernsthaftig...


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