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Dämpfer für die deutsche Wirtschaft

Dennoch Überschuss von 8,3 Milliarden Euro

  • Von Hans-Georg Draheim
  • Lesedauer: 2 Min.

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Trotz der anhaltenden Finanz- und Schuldenkrise hat sich die deutsche Konjunktur bislang dem Abwärtssog entzogen. Doch das Wachstum wird schwächer - Experten rechnen mit einer deutlichen Delle.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag bestätigte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 2. Quartal preis-, saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent. Im Quartal zuvor war es noch um 0,5 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich stieg das preisbereinigte BIP im zweiten Quartal 2012 um 0,5 Prozent. Das BIP je Erwerbstätigem sank erstmals seit 2009, und zwar um 0,7 Prozent.

Wachstumsimpulse kamen vor allem vom Außenhandel und vom Konsum. So wurden preisbereinigt 4,7 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als vor einem Jahr. Die Importe stiegen im gleichen Zeitraum um lediglich 2,9 Prozent. So war der Exportsaldo mit 1,1 Prozentpunkten treibender Wachstumsfaktor.

Während der Privatkonsum gegenüber dem Vorjahr um real 0,8 Prozent zulegte, stieg der Staatskonsum um 1,1 Prozent. Das verfügbare Haushaltseinkommen erhöhte sich trotz Lohnsteigerung von 4,0 Prozent nur um 2,1 Prozent - die Inflationsrate lag bei 1,9 Prozent. Erbracht wurde die Wirtschaftsleistung laut Statistik von 41,6 Millionen Erwerbstätigen, das waren 1,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Sie bekamen im Schnitt 2,6 Prozent mehr Lohn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Negative Impulse kamen erneut von den Investitionen. So verzeichneten Bruttoanlageinvestitionen im Jahresvergleich ein Minus von real 1,5 Prozent. Betroffen waren vor allem Ausrüstungsinvestitionen (-3,1 Prozent).

Auf dem Arbeitsmarkt hinterlässt die Krise inzwischen Spuren: Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr war im zweiten Quartal mit 3,4 Prozent deutlich geringer als im ersten mit 6,4 Prozent. Der Höhepunkt des Job-Booms scheint überschritten.

Trotz des Dämpfers erzielte der Staat im ersten Halbjahr einen Überschuss von 8,3 Milliarden Euro (0,6 Prozent vom BIP). Maßgebend waren vermehrte Staatseinnahmen um 2,9 Prozent sowie um 0,8 Prozent gestiegene Staatsausgaben. Zudem verzeichnete die Sozialversicherung einen Überschuss von 11,6 Milliarden Euro, dem ein Defizit der öffentlichen Haushalte von 3,3 Milliarden Euro gegenüberstand.

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