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Südkoreanischer Sektenführer gestorben

San Myung Mun, Oberhaupt der Vereinigungskirche, hinterlässt Milliardenvermögen

Seoul/Washington (dpa/nd). Der schillernde wie umstrittene koreanische Sektenführer San Myung Mun ist tot. Der selbst ernannte Messias, schwerreiche Unternehmer und Gründer der Vereinigungskirche, die vielen als Mun-Sekte bekannt ist, starb am frühen Montagmorgen (Ortszeit) in Südkorea in einem Krankenhaus der Bewegung in der Nähe von Seoul. Das teilte ein Sprecher der Organisation mit. Mun wurde 92 Jahre alt. Er erlag den Folgen einer Lungenentzündung. Schon vor etwa zwei Wochen war Mun auf eine Intensivstation in Seoul gebracht worden. Von der Krankheit erholte er sich nicht mehr.

Auf dem 1000 Hektar großen Anwesen der Organisation in Kapyong sollen am 15. September nach einer 13-tägigen Trauerperiode die Beisetzungsfeierlichkeiten stattfinden. Zehntausende von Anhängern aus aller Welt würden erwartet. Mun hinterlässt ein Imperium von Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, Sportvereinen, Zeitungen und Unternehmen in den verschiedensten Branchen und Ländern, darunter in den USA und in der (Nord)-Koreanischen Demokratischen Volksrepublik.

Seine Bewegung, die lange Zeit zu den einflussreichsten Sekten gehörte und durch ihre Massenhochzeiten bekannt wurde, plagte nach Ansicht von Beobachtern ein Mitgliederschwund. Furore machte der 1920 im Norden Koreas geborene Mun mit seinen spektakulären Massenhochzeiten. Bei den sogenannten Blessings (Segnungen) erteilte er in Stadien und per Satellit Tausenden Paaren rund um den Globus seinen Segen. Mun wurde als Verführer kritisiert, der es über seine religiösen Aktivitäten hinaus dank einer ergebenen Gefolgschaft zum Milliardär gebracht hatte.

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