Fabian Köhler 05.09.2012 / Bewegung

»Deine Mutter baut Atombomben«

»Stop the Bomb« warnt vor Kriegsplänen Irans und verbreitet dabei selbst Kriegspropaganda

Die Kampagne »Stop the Bomb« gibt sich als überparteiliches Bündnis mit dem Ziel, auf friedlichem Wege die atomare Bewaffnung Irans zu verhindern. Doch verstärkt rufen ihre Protagonisten selbst zum Krieg und bestimmen zunehmend die Iran-Debatte in Deutschland.

Deutlicher kann ein Nein nicht klingen. »Zu Stop the Bomb sagen wir nichts!« »Auch nicht anonym«, endet wieder ein Telefongespräch. Einmal ist es der Vertreter eines persischen Kulturvereins, ein anderes Mal ein deutscher Unternehmensberater oder ein iranischer Gebrauchtwagenverkäufer, der schnell wieder auflegt: Aus Angst vor einer Gruppe, die dem Frieden verpflichtet zu sein scheint.

Es fällt schwer, die vor fünf Jahren in Österreich gestartete Kampagne als bedrohlich wahrzunehmen. »Unterstützung für Menschenrechte und eine säkulare Demokratie« steht auf ihrer Webseite. Sie warnt vor dem iranischen Atomprogramm und verlangt schärfere Sanktionen gegen das Land. Einen Klick weiter werben die Hamburger Schauspielerin Iris Berben und Stuttgart-21-Vermittler Heiner Geißler mit ihren Namen für das Projekt. Manchmal sieht man Unterstützer von »Stop the Bomb« auf Demonstrationen. Dann weht neben der Israel- die Regenbogenfahne, das Symb...

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