Karin Leukefeld 12.09.2012 / Ausland

Folter und Mord - zur Schau gestellt im Netz

Gräueltaten im syrischen Bürgerkrieg sind kein Charakteristikum nur einer Seite

Von Gräueltaten im syrische Bürgerkrieg wird beinahe täglich berichtet. Die elektronischen Medien in Deutschland machen dabei fast immer die syrische Armee oder mit ihr kollaborierende Milizen als Schuldige aus. Weniger reflektiert werden die Untaten der bewaffneten regierungsfeindlichen Kräfte. Doch auch sie foltern und morden.

Zwei auf der Internetplattform YouTube am Montag erstmals erschienene Videos zeigen Bilder von 20 Toten. Es handelt sich offenbar um ermordete syrische Soldaten. Sie knien mit verbundenen Augen und auf dem Rücken gefesselten Händen im Rinnstein, ihre Köpfe sind blutüberströmt vornüber auf den Bürgersteig gesunken. Um die Toten herum stehen bewaffnete Männer, die die Toten als «Hunde von Assad« beschimpfen.

Eine Stimme aus dem Off sagt: »Die Brigade Suleiman al-Farisi hat einige Mitglieder der Sicherheitskräfte getötet.« Dabei wiederholt der Sprecher mehrmals: »Allahu Akbar« - Allah ist groß. Das Glaubensbekenntnis der Muslime ist zum Schlachtruf der bewaffneten Aufständischen in Syrien geworden. Zu sehen ist ein Fahrzeug, auf dessen Kühlerhaube »Suleiman-al-Farisi-Brigade« zu lesen ist.

Diese bewaffnete Gruppe soll aus der nordsyrischen Stadt Al-Bab stammen und eine von Dutzenden Kampfbrigaden sein, die in den letzten Monaten de...

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