»Nie geschüttelt«

Vater bestreitet Misshandlung seines Babys

(dpa). Ein Vater, der sein Baby massiv misshandelt haben soll, hat eine Verantwortung für dessen Tod bestritten. »Ich bin unschuldig«, erklärte der Angestellte zu Beginn des Prozesses vor dem Berliner Landgericht am Dienstag. Die Staatsanwaltschaft hingegen wirft dem Angeklagten Körperverletzung mit Todesfolge durch rohe Misshandlungen seiner wehrlosen Tochter in der Wohnung der Familie im Stadtteil Pankow vor.

Der Vater soll das Mädchen am 19. oder 20. März geschlagen, geschüttelt und gegen einen harten Gegenstand oder eine Wand gestoßen haben, lautet die Beschuldigung. Der 42-Jährige widersprach: »Ich weiß schlichtweg nicht, was passierte.« Das Baby, sein Wunschkind, habe er röchelnd im Bett vorgefunden. Gemeinsam mit der Kindesmutter habe er das Mädchen ins Krankenhaus gebracht.

Das fünf Monate alte Baby konnte trotz mehrerer Operationen nicht gerettet werden. Durch die Schläge hatte der Säugling einen Schädelbruch und Hirnschwellungen erlitten. Gegen die Mutter besteht nach Angaben von Gerichtssprecher Tobias Kaehne kein Tatverdacht. Sie sitzt als Nebenklägerin im Prozess und soll am nächsten Prozesstag vernommen werden.

Der Angestellte betonte, er sei der stolzeste Vater der Welt gewesen. Er sei sicher unerfahren gewesen und habe nicht alles richtig gemacht, aber er habe alles getan, um seine damalige Frau und das Mädchen glücklich zu machen. »Ich habe das Baby nie geschüttelt und geschlagen«, wehrte sich der Mann gegen die Anschuldigungen.

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