Stasi, Schufterei und Scheitern

Wir wollten aufs Meer von Toke Constantin Hebbeln

  • Von Alexandra Exter
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Filmtitel ist bittere Ironie: Wer unter Verhältnissen wie in der DDR so dringend auf weiten Wassern schippern will, wird garantiert in engen Zellen enden. Für Cornelis (Alexander Fehling) und Andreas (August Diehl) ist aber erst mal alles eitel Hoffnung und das Einschiffen schon zum Greifen nah - , als sie in Rostock auf der Werft anheuern. Doch daraus wird dann nichts. Es ist 1982, die Wasser vor der Tür sind ideologisch vermint, die Mauer ein Hindernis, das auch den Zugang zu den Weltmeeren versperrt. Dass damit ein paar Jahre später Schluss sein würde, ist für die beiden natürlich nicht abzusehen - und geduldig einen Sanktnimmerleins-Tag der Freiheit abzuwarten, das dauerte ihnen sicher viel zu lange. So wird aus Cornelis nach dreijähriger Schufterei beim Verladen im Hafen ein widerwilliger Beinahe-Verräter seines zweitbesten Freundes, und aus dem Opportunisten Andreas wird ein aufstiegsorientierter Stasi-Mann.

Statt Handelsm...


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