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Studie zum Museumsstreit

(epd). Im Streit um die Umzugspläne für die Berliner Gemäldegalerie soll jetzt eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Darauf haben sich die 15 Museumsdirektoren der Staatlichen Museen zu Berlin mit dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, und dem Generaldirektor der Staatlichen Museen, Michael Eissenhauer, am Dienstag verständigt, teilte die Stiftung in der Bundeshauptstadt mit.

Die Ergebnisse der Studie sollen als Grundlage weiterer Entscheidungen dienen. Dabei seien sich alle einig, dass die bisherigen Planungen konkretisiert, aber zugleich erneut noch einmal Alternativen und Varianten untersucht werden, »um jeden Anschein voreiliger Entscheidungen zu vermeiden«, wie es heißt.

Geprüft würden zwei Optionen: Die Fertigstellung eines Erweiterungsbaus auf den Museumshöfen gegenüber dem Bode-Museum und erst im Anschluss der Umzug der Alten Meister und die Herrichtung der dann frei werdenden Gemäldegalerie zu einer Galerie des 20. Jahrhunderts oder als zweite Option die Herrichtung der Gemäldegalerie zu einer Galerie des 20. Jahrhunderts, die Präsentation der Alten Meister im Bode-Museum und die Errichtung eines Erweiterungsbaus auf den Museumshöfen als Zwischenlösung.

Die Vorsitzende des Bundestags-Kulturausschusses, Monika Grütters (CDU), hatte sich zuvor gegen eine Zwischenlösung ausgesprochen.

In seinem Mitte Juni beschlossenen Nachtragshaushalt hatte der Bundestag zehn Millionen Euro für die Staatlichen Museen Berlin zur Verfügung gestellt. Damit soll der erste Schritt zur Umsetzung eines schon länger geplanten Vorhabens ermöglicht werden: Aus der Gemäldegalerie am Potsdamer Platz soll unter Einbeziehung einer Privatsammlung ein Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts werden.

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