Friedensverhandlungen mit Hindernissen in Kolumbien

Regierung lehnt Waffenpause ab, Zivilgesellschaft fordert Beteiligung

  • Von David Graaff, Bogotá
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Kolumbien hat die Regierung ihre Verhandlungsdelegation für die Anfang Oktober beginnenden Friedensgespräche mit der FARC-Guerilla benannt. Die FARC arbeitet noch daran. Opposition und soziale Bewegungen fordern Beteiligung.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos setzt auf eine breit aufgestellte Truppe: Angeführt wird die Verhandlungsdelegation für die Gespräche mit der FARC-Guerilla vom Liberalen Humberto de la Calle, der zum wirtschaftsfreundlichen Flügel seiner Partei gehört. De la Calle war bereits in den 90er Jahren an Verhandlungen mit kolumbianischen Guerillas beteiligt. Ihn begleiten der ehemalige Umweltminister Frank Pearl sowie der Sicherheitsberater und Hohe Beauftragte für den Frieden, Sergio Jaramillo. Jaramillo, der unter anderem in Heidelberg studierte, gilt als Vertrauter des Präsidenten und ehemaligen Verteidigungsministers Santos. Er ist Autor des umstrittenen Strategiepapiers zur »Politik der Demokratischen Sicherheit«, auf dessen Basis die Regierung des Rechtspopulisten Álvaro Uribe militärisch gegen die Guerilla vorging.

Für Überraschung sorgten die Nominierungen des Generals a.D. Jorge Enrique Mora und des Vertreters des mächti...


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