Thomas Klatt 15.09.2012 / Inland

Konferenz im Auswärtigen Amt

Menschenrechtsorganisationen fordern den freien Zugang zum Internet

Auf einer internationalen Konferenz im Auswärtigen Amt diskutierten diese Woche Experten das Für und Wider des Internets für die Durchsetzung von Menschenrechten. Veranstalter waren neben dem Auswärtigen Amt die Universität Aarhus, Human Rights Watch und das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft.

Orwell war ein Optimist! Wenn der Science-Fiction-Autor auch nur annähernd die Möglichkeiten des Internets im 21. Jahrhundert erahnt hätte, so wäre seine Big-Brother-Vision noch wesentlich düsterer ausgefallen, meint die US-amerikanische Internet-Expertin Karen Reilly. Denn es sei heute relativ einfach, E-Mails abzufangen und diese auf einen eigenen Server umzuleiten. Auch können Suchanfragen im Internet leicht auf andere Seiten umgeleitet werden. Statt zum Beispiel Informationen etwa über einen Bürgerprotest im Stadtteil zu erhalten, landet der Surfer nur auf Seiten über ein buntes Bürgerfest, das zeitgleich wenige Straßen weiter stattfand. Auch Journalisten seien so via Internet manipulierbar. Daher hat Reilly mit Gleichgesinnten das www.torproject.org gegründet. Es vereint weltweit sichere Server, die dafür sorgen, dass E-Mails auch wirklich nur zu denjenigen gelangen, an die sie adressiert sind. Mit Hilfe dieses nichtkommerziellen Netzes kann man surfen und publizieren sowie Instant Messaging und weitere Dienste nutzen, ohne Spuren im Internet zu hinterlassen. Nach den USA und Deutschland ist mit 50 000 Nutzern mittlerweile in Iran die drittstärkste Gruppe des tor-Projekts entstanden. Das sei auch kein Wunder, könne man doch das Mullah-Regime als Feind des Internets bezeichnen, meint die iranische Bloggerin Maryam Mirza. Nicht umsonst haben nach der gescheiterten Grünen Revolution 2009 viele Oppositionelle das Land verlassen müssen.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: