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Fußball und Flashmob

Sarah Liebigt will mehr Gemeinsamkeit

Während Berlins Innensenator nun auch über die Verzweigungen des rechtsextremen Terrortrios NSU stolpert und angestrengt »nachdenkt«; während die Rechtspopulisten von Pro Deutschland provozieren wollen, indem sie ein derzeit für Furore sorgendes schlechtes, islamfeindliches Video vorführen wollen – derweil treffen sich die von Fremdenhass und Rassismus Betroffenen zum friedlichen Miteinander.

Am Samstag kamen rund 70 Menschen vor dem Deutschen Historischen Museum zum Flashmob und zogen, die Kippa auf dem Kopf, zur Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz. Die wohl eher als Protestlauf zu bezeichnende Aktion war bereits die Zweite dieser Art. Am Sonntag dann trafen sich Türkiyemspor und TUS Makkabi zum Turnier im deutschen Lieblingssport. Der türkische und der jüdische Verein kickten im Stadion gemeinsam gegen Rassismus und fremdenfeindliche Gewalt.

Genau solche Aktionen gilt es der immer wieder überschwappenden politischen Ratlosigkeit ebenso wie den Öffentlichkeitsgeilen Rechtsaußen-Parteien entgegen zu setzen. Kiezspaziergänge gegen Vorurteile und Alltagsrassismus, Flashmobs, die die Selbstverständlichkeit religiöser Zugehörigkeit auf die Straße tragen, Fußball spielen: immer und immer wieder, bis es endlich Wurst ist, wessen Eltern wo geboren sind.

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