Statistik und Realität in Afghanistan

Im ersten Halbjahr 2012 kamen bei Kämpfen am Hindukusch mindestens 1145 Zivilisten um

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Die Attentäterin war 20 Jahre alt. Fatima war ihr Name. Sie hat sich in die Luft gesprengt und dabei neun Südafrikaner und einen Kirgisen - sie waren Angestellte einer Luftfrachtfirma - sowie den afghanischen Fahrer und einen weiteren Landsmann umgebracht. 14 Menschen seien bei der Detonation an einer Kabuler Tankstelle verletzt worden.

Fatima gehört nicht zu den Taliban. Sie soll im Auftrag des Hesb-i-Islami-Netzwerks gemordet haben. Es handelte sich offenbar um einen Vergeltungsanschlag wegen des islamfeindlichen Schmähvideos gegen den Propheten Mohammed.

Hesb-i-Islami hört auf den Befehl des Warlords Gulbuddin Hekmatjar. Der einstige afghanische Premierminister hatte seinerzeit gegen die sowjetischen Besatzer gekämpft, dann eine blutige Rolle im Bürgerkrieg gespielt. Auch gegen die Bundeswehr hat der Terrorfürst der Nordregion zahlreiche Attentate gesteuert.

Frauen verüben in Afghanistan äußerst selten Selbstmordanschläge. Doch sie sind häufig Opfer der Kämpfe. Erst am Wochenende waren bei einem NATO-Luftangriff östlich der Hauptstadt Kabul acht Frauen getötet und weitere ach...


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