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Es wäre schrecklich, alles über sich zu wissen

Der Regisseur Michael Haneke über seinen neuen Film "Liebe"

  • Von Katharina Dockhorn
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Die Filmfestspiele von Cannes sind für den jetzt 70jährigen österreichischen Regisseur Michael Hanekeein gutes Pflaster. „Funny Games“ feierte dort Premiere, an „Die Klavierspielerin“,2001, „Caché“,2005, „Das weiße Band“, 2009 und in diesem Jahr an „L´Amour“ kam die Jury bei der Preisvergabe nicht vorbei. Haneke erzählt in „Liebe“ die intime Geschichte eines älteren Pariser Paares.

nd: Herr Haneke, wird es nicht langweilig mit jedem Film die Preise abzuräumen?
Haneke: Meine Kollegen und ich arbeiten fürs Weiterarbeiten. Ohne die Preise und die Zuschauerresonanz fällt unser nächstes Projekt armseliger aus, was die Freiheiten einschränkt. Daher bin ich wahnsinnig dankbar, dass alles so gut läuft. Es wäre auch kokett zu behaupten, das sei mir egal. Anerkennung schmeichelt meiner Eitelkeit.

Warum haben Sie nach „Das weiße Band“ auf ein Kammerspiel gesetzt?
Das Thema ging mir nicht aus dem Sinn. Ich konnte im Familienkreis beobachten, wie jemand mit dem Leid eines geliebten Menschen umgehen musste.

Lassen Sie sich oft von privaten Erlebnissen inspiriert?

Alle Filme resultieren aus Beobachtungen und Ereignissen, die mich persönlich berührt haben. Sie nerven, regen mich auf oder ärgern mich. Sonst würde ich mich nicht mit ihnen befassen. Oft gebe ich das Nachdenken nach einer gewissen Zeit auf, manchmal wird was draus. O...





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