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Sprung aus dem Hamsterrad

Individuelle und kollektive Auswege aus der Sackgasse

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Die einen sehnen nichts mehr herbei, als einen festen Arbeitsplatz - die anderen werden krank davon. Manche sind zur Selbstständigkeit gezwungen, andere sehen darin die Erfüllung ihrer Träume - und beide suchen dennoch den Austausch mit Gleichgesinnten. Die Arbeitswelt insgesamt ist im Umbruch. Die experimend-Seiten beschäftigen sich diesmal mit den positiven wie negativen Folgen dieses Wandels.nd-Mitarbeiter waren ihnen auf der Spur.

»Der Sozialismus wird erst wieder eine größere Stabilität in die Lebensgewohnheiten der Gesellschaft bringen; er wird Ruhe und Genuß ermöglichen und ein Befreier von der gegenwärtig herrschenden Hast und Aufregung sein. Alsdann wird die Nervosität, diese Geißel unseres Zeitalters, verschwinden.« Diese Worte aus August Bebels Buch »Die Frau und der Sozialismus« zeigen, dass der große alte Mann der Sozialdemokratie nicht nur die absolute Verelendung der Proletarier in den schmutzigen Fabriken des 19. Jahrhunderts anprangerte. Er nahm in seiner Kapitalismuskritik Erscheinungen unter die Lupe, die auch heute zum Alltag gehören.

Was Bebel damals als Hast, Aufregung und Nervosität bezeichnete, ist in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts unter den Begriffen Stress, Hektik und Burnout in aller Munde. Jeder Dritte habe schon einmal darüber nachgedacht, auf einen anderen Job zu wechseln, der vielleicht weniger Geld, aber mehr Lebensqualität...


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