Gibbons und Mausmakis im Labor

Deutsches Primatenzentrum rühmt zum 35-jährigen Bestehen seine Forschungserfolge - Tierschützer üben Kritik

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Vor exakt zwei Jahren vermeldete das Deutsche Primatenzentrum (DPZ) in Göttingen eine »kleine Sensation«. Wissenschaftler des Zentrums hatten im Dschungel Südostasiens eine neue Menschenaffenart entdeckt. Die nördlichen Gelbwangen-Schopfgibbons (Nomascus annamensis) leben in Baumwipfeln des schwer zugänglichen Berglandes zwischen Vietnam, Laos und Kambodscha. Untersuchungen des Erbmaterials und eine Analyse des Gesanges hätten ergeben, dass sich die Tiere von anderen Gibbons abgrenzen lassen, berichteten die Wissenschaftler. Damit seien jetzt sieben Gibbonarten bekannt. Charakteristisch für Gibbons sind ihre langen Arme und die Fähigkeit, sich mit weiten Schwüngen präzise durch höchste Baumwipfel zu hangeln.

Auf die Spur der neuen Art kamen die Göttinger Forscher durch den besonderen Gesang der Tiere, der vermutlich der Territorialverteidigung dient und ein Vorläufer der menschlichen Musik sein könnte. Die Analyse der Ton-Frequenz h...

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