Abschalten verboten

Kraftwerke sollen per Gesetz auch gegen den Willen der Betreiber am Netz gehalten werden / Bundesregierung will Stromengpässe verhindern

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Schwarz-Gelb will die Betreiber systemrelevanter Kraftwerke zwingen, ihre Anlagen am Netz zu halten. Zuspruch gibt es dafür von Verbraucherschützern und der LINKEN.

Stromausfälle im großen Stil soll es nach dem Willen von Schwarz-Gelb nicht geben. Einem Bericht der »Frankfurter Rundschau« zufolge sieht ein Gesetzesentwurf der Bundesregierung vor, dass Kraftwerksbetreiber das Stilllegen ihrer Anlagen demnächst zwölf Monate vorher mitteilen müssen. Sogar ein gesetzliches Verbot von Abschaltungen ist im Gespräch. Dafür erstelle die Bundesnetzagentur gemeinsam mit den Betreibern der Übertragungsnetze bis März 2013 eine Liste systemrelevanter Elektrizitätswerke, deren Abschaltung einen großflächigen Blackout verursachen könnte.

Damit reagiert die Bundesregierung auf die Versorgungsengpässe im letzten Winter. Anfang Februar lief das Stromnetz in Deutschland am Rande seiner Kapazitäten. Dabei musste mehrmals auf die so genannte Kaltreserve zurückgegriffen werden. Das sind Notfallkraftwerke, die einen Stromausfall verhindern wollen.

Als Ursache für den Notstand machte die Bundesnetzagentur zunächst die Str...



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