Werbung

1000 Gästefans, 1100 Polizisten

Risikospiele in Rostock und in Zwickau

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

FC Hansa Rostock gegen Hallescher FC, das gab es vor dem Duell am Samstag zuletzt vor 21 Jahren. Weil sich unter den Anhänger beider Vereine eine stattliche Anzahl gewaltbereiter Fans befindet, galt die Drittligapartie im Rostocker Ostseestadion von vornherein als Risikospiel. Mit einem massiven Aufgebot unterband die Polizei im Umfeld des brisanten Ost-Duells beim 2:0-Sieg der Rostocker größere Ausschreitungen. Nach Angaben der Polizeiinspektion Rostock hatten bei der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Risikospiel eingestuften Begegnung gewaltbereite Anhänger beider Vereine »zielgerichtet und offensichtlich abgesprochen immer wieder die direkte Konfrontation gesucht«. Nur durch das Einschreiten der Polizei sei ein Aufeinandertreffen der Fans verhindert worden.

Dennoch wurde bei An- und Abreise des mit 570 Personen besetzten Sonderzugs aus Halle sowohl im Zug als auch im Rostocker Bahnhof Pyrotechnik gezündet, es kam zu zwei Einsätzen der Feuerwehr. Das erste Duell der beiden ehemaligen DDR-Oberligisten seit 21 Jahren war mit einer halben Stunde Verspätung angepfiffen worden, da der Sonderzug aus Halle mit einer Stunde Verzögerung die Ostseestadt erreicht hatte.

Insgesamt hatten mehr als 1000 Gästefans das 0:2 ihrer Mannschaft in Rostock miterlebt, 1100 Polizeibeamte waren im Einsatz. Die Tore für den Zweitliga-Absteiger aus Rostock hatte Ondrej Smetana (10. und 32.) erzielt.

Eine Liga darunter ging es bei einem Ost-Klassiker handfester zur Sache: Das Regionalligaspiel zwischen dem FSV Zwickau und Lok Leipzig (1:0) am Samstag war von Fan-Ausschreitungen überschattet, sieben Personen wurden verletzt. Wie die Polizei berichtete, hatten etwa 50 Leipziger Fans versucht, im Stadion eine Absperrung zu überwinden, dabei kam es zu Rangeleien mit Sicherheitskräften.

Eine Ordnerin des FSV Zwickau wurde von einem aufspringenden Tor am Kopf getroffen und musste ärztlich behandelt werden. Zudem wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Insgesamt stellte die Polizei zehn Anzeigen.

Zu der Auseinandersetzung in Zwickau war es gekommen, nachdem die Polizei vor dem Stadion die Identität von etwa 120 Leipziger Fans hatte feststellen wollen. Diese hatten auf der Anfahrt einen Bus beschädigt. Daraufhin hatten die sich bereits im Gästeblock befindlichen 50 Personen versucht, die anderen Fans zu unterstützen. dpa/ND

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!