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Malochen in Metropolis

Theater Essen: »Rote Erde«, Regie: Volker Lösch

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Sie räkeln sich in Liegestühlen, vor einer Wand aus schönem Grün. Vogelgesang. Dann aber, im Chor, Klartext: junge Männer aus Essen, arbeitslos, perspektivlos, früh verschlissen in Teiljobs, Praktika, Call-Centern. Lauter Selbstwertruinen. Und das in einer Gegend, wo der Bergbau einst Arbeits- und Arbeitercharaktere schuf.

Peter Stripps Roman »Rote Erde« erzählt von diesem einstigen Mythos; in den achtziger Jahren dann ein TV-Mehrteiler. Volker Lösch und Beate Seidel erarbeiteten eine Bühnenfassung für das Essener Schauspiel, verwoben den Roman mit den Erfahrungsberichten jener Heutiger, die mit dumpfer Energie, bebender Unsicherheit und gefährlichem Groll zwischen Lethargie und Lunte-Lüsten schwanken.

Eine Familiengeschichte zieht sich am historischen Horizont des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis zur Novemberrevolution hin. Bergmannsadel, Rationalisierung, steigende Ausbeutung und die Antwort der Kumpel: Gewerkschaften, Streik...


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