Erfolg genügt

Kommentar von Uwe Kalbe

Was Peer Steinbrück von Parteien hält, ist in jüngerer Zeit in mehreren Biografien recht übereinstimmend beschrieben worden. Sie sind ihm Mittel zum Zweck. Auch die eigene Partei. »Die Verteilung von gescheiten Köpfen und Deppen, Persönlichkeiten und Knallchargen über die Parteien« entspricht nach seiner Beobachtung der »Normalverteilung der Bevölkerung«. Das gilt sicher auch für die Verteilung von Selbstdarstellern über die Parteien. Peer Steinbrück kann allerdings für sich in Anspruch nehmen, einer der wenigen zu sein, die es bei gleichzeitiger öffentlich gemachter Verachtung für ihre Partei bis zu deren Spitzenkandidat gebracht haben.

Steinbrück hat die Führung der SPD auf seiner Seite - obwohl er ein geradezu verächtliches Verhältnis zum »Funktionärskörper« pflegt, wie die FAZ-Korrespondenten Lohse und Wehner es bei der Vorstellung ihrer Biografie (Droemer-Verlag) beschrieben. Doch auch die Parteilinke signalisiert Schulte...

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