Kapital Bibel

Zeitlos modern: Heilige Schriften

  • Von Ingolf Bossenz
  • Lesedauer: ca. 1.0 Min.
Es gebe für ihn »keine andere Quelle der Offenbarung Gottes«, erklärte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Manfred Kock, anlässlich des gestern eröffneten »Jahres der Bibel«. Dass die Quellen der »Heiligen Schrift« selbst reichlich trübe sind, ist heute weitgehend Konsens bei gläubigen wie ungläubigen Exegeten. Auch die Erkenntnis, dass das Alte Testament in großen Teilen von politischer Rechtfertigungspropaganda ebenso geprägt ist wie das Neue Testament von Opportunismus gegenüber den seinerzeit Herrschenden. Zeigt sich nicht gerade darin jene bis auf den heutigen Tag zu verfolgende Kontinuität der Weltgeschichte, die die Bibel zu einem dauerhaft modernen Buch macht? Durchaus treffender Darstellung und Analyse der Gebrechen menschlichen Seins gegenüber steht indes der Verweis auf einen eher nebulösen Weg der Erlösung. Vielleicht ist es das, was den Erfolg des »Buches der Bücher« ausmacht. Immerhin ist das nach der Bibel am meisten verbreitete Buch von ähnlicher Gegensätzlichkeit geprägt: »Das Kapital« von Karl Marx. Und ihre Zeit als politische Kampfschriften haben beide Bestseller lange hinter sich. Da könnte dem »Jahr der Bibel« gefahrlos ein »Jahr des Kapitals« folgen. Ab...

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