Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Dieser Text ist Teil des nd-Archivs seit 1946.

Um die Inhalte, die in den Jahrgängen bis 2001 als gedrucktes Papier vorliegen, in eine digitalisierte Fassung zu übertragen, wurde eine automatische Text- und Layouterkennung eingesetzt. Je älter das Original, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der automatische Erkennvorgang bei einzelnen Wörtern oder Absätzen auf Probleme stößt.

Es kann also vereinzelt vorkommen, dass Texte fehlerhaft sind.

Weniger Interesse am Theologiestudium

Hannover (epd). Immer weniger junge Menschen wollen in der evangelischen Kirche Pfarrerinnen und Pfarrer werden. Seit dem Höchststand von mehr als 11 000 Theologiestudierenden Mitte der achtziger Jahre sei ihre Zahl kontinuierlich gesunken, teilte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) jetzt mit. Sie liege 1992 in den alten Bundesländern bei 7 500, in Ostdeutschland bei 1 OOO.Bei der EKD rechne man mit einem weiteren Absinken der Zahlen, sagte der für die Ausbildung zuständige Oberkirchenrat Robert Mehlhose gegenüber epd. Man verfolge die Entwicklung „mit gemischten Gefühlen“ Zwar trete eine „gewisse Normalisierung“ ein, da in den vergangenen Jahren eine „beängstigend große Zahl“ von Studierenden der Theologie verzeichnet worden sei. Doch müsse andererseits schon jetzt an die Zeit gedacht werden, wenn zahlenmä-ßig starke Jahrgänge altersbedingt aus dem Pfarrdienst ausscheiden. Die pfarramtliche Versorgung der Kirchengemeinden ist nach Ansicht Mehlhoses vorerst nicht gefährdet.

Eine Ursache für das zurückgehende Interesse am Theologiestudium liegt nach Darstellung des Oberkirchenrats darin, daß „es sich inzwischen herumgesprochen hat, daß ein theologisches Examen keine Arbeitsplatz- und Pensionsgarantie mehr bedeuten muß“. Viele Landeskirchen hätten zur Zeit erhebliche Schwierigkeiten, eine erste Pfarrstelle für Theologinnen und Theologen zu finden, die zu den zahlenmäßig starken Jahrgängen gehören und jetzt ihre Ausbildung beendet haben.

Während die Gesamtzahl der Theologiestudierenden sinkt, geht die Frauenquote dagegen kräftig in die Höhe. Unter den Neueintragungen in die landeskirchlichen Listen befinden sich nach EKD-Angaben in diesem Jahr 42,6 Prozent Frauen. Damit ist der Anteil von Frauen am Theologiestudium in den vergangenen Jahren um fast zehn Prozent gestiegen. Nach Ansicht Mehlhoses kann man schon jetzt voraussagen, daß in zehn Jahren jede zweite Pfarrstelle von einer Frau besetzt sein wird.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln