Werbung

Dieser Text ist Teil des nd-Archivs seit 1946.

Um die Inhalte, die in den Jahrgängen bis 2001 als gedrucktes Papier vorliegen, in eine digitalisierte Fassung zu übertragen, wurde eine automatische Text- und Layouterkennung eingesetzt. Je älter das Original, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der automatische Erkennvorgang bei einzelnen Wörtern oder Absätzen auf Probleme stößt.

Es kann also vereinzelt vorkommen, dass Texte fehlerhaft sind.

Weniger Interesse am Theologiestudium

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Hannover (epd). Immer weniger junge Menschen wollen in der evangelischen Kirche Pfarrerinnen und Pfarrer werden. Seit dem Höchststand von mehr als 11 000 Theologiestudierenden Mitte der achtziger Jahre sei ihre Zahl kontinuierlich gesunken, teilte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) jetzt mit. Sie liege 1992 in den alten Bundesländern bei 7 500, in Ostdeutschland bei 1 OOO.Bei der EKD rechne man mit einem weiteren Absinken der Zahlen, sagte der für die Ausbildung zuständige Oberkirchenrat Robert Mehlhose gegenüber epd. Man verfolge die Entwicklung „mit gemischten Gefühlen“ Zwar trete eine „gewisse Normalisierung“ ein, da in den vergangenen Jahren eine „beängstigend große Zahl“ von Studierenden der Theologie verzeichnet worden sei. Doch müsse andererseits schon jetzt an die Zeit gedacht werden, wenn zahlenmä-ßig starke Jahrgänge altersbedingt aus dem Pfarrdienst ausscheiden. Die pfarramtliche Versorgung der Kirchengemeinden ist nach Ansicht Mehlhoses vorerst nicht gefährdet.

Eine Ursache für das zurückgehende Interesse am Theologiestudium liegt nach Darstellung des Oberkirchenrats darin, daß „es sich inzwischen herumgesprochen hat, daß ein theologisches Examen keine Arbeitsplatz- und Pensionsgarantie mehr bedeuten muß“. Viele Landeskirchen hätten zur Zeit erhebliche Schwierigkeiten, eine erste Pfarrstelle für Theologinnen und Theologen zu finden, die zu den zahlenmäßig starken Jahrgängen gehören und jetzt ihre Ausbildung beendet haben.

Während die Gesamtzahl der Theologiestudierenden sinkt, geht die Frauenquote dagegen kräftig in die Höhe. Unter den Neueintragungen in die landeskirchlichen Listen befinden sich nach EKD-Angaben in diesem Jahr 42,6 Prozent Frauen. Damit ist der Anteil von Frauen am Theologiestudium in den vergangenen Jahren um fast zehn Prozent gestiegen. Nach Ansicht Mehlhoses kann man schon jetzt voraussagen, daß in zehn Jahren jede zweite Pfarrstelle von einer Frau besetzt sein wird.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!