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Ost-Bürger zahlen bei Benzin kräftig drauf

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Bonn (ADN/ND). Wie Untersuchungen und Befragungen ergaben, kostet bleifreies Benzin in Ostdeutschland im Durchschnitt sechs Pfennig mehr pro Liter. Teilweise liegen die Unterschiede sogar bei zehn Pfennig. Dafür machen die Mineralölgesellschaften vor allem den mangelnden Wettbewerb und die hohen Kosten für den Aufbau eines flächendeckenden Versorgungssystems verantwortlich. Au-ßerdem verteuere der längere Transport den Kraftstoff, hieß es bei DEA und Minol.

Aber auch fehlende Konkurrenz vor allem von freien Tankstellen ist nach Einschätzung des Außenhandelsverbandes für Mineralöl eine der Hauptursachen für die hohen Preise. Das trifft angesichts der rund 1100 Tankstellen im Osten und über 17 000 im Westen zweifellos zu. Dennoch bleibt die Frage, warum die manchmal nur wenigen

Kilometer zwischen Hessen und Thüringen oder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt den Sprit derart verteuern.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat inzwischen bestätigt, daß Ostdeutschland inzwischen den Großraum München als teuerste Benzinregion abgelöst hat. Weitere Recherchen ergaben, daß seit geraumer Zeit auch das Bundeskartellamt mit den Preisunterschieden befaßt ist und besonders den ostdeutschen Marktführer Minol beobachtet. Bisher hatten die Wettbewerbsschützer jedoch noch keine konkrete Handhabe zum Eingreifen. Die Wettbewerbsverzerrung betrifft aber nicht nur Minol. Besonders die großen westdeutschen Firmen schlügen radikal zu und versuchten so, möglicherweise ihre im Westen eingefahrenen Verluste im Osten auszugleichen.

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