Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Dieser Text ist Teil des nd-Archivs seit 1946.

Um die Inhalte, die in den Jahrgängen bis 2001 als gedrucktes Papier vorliegen, in eine digitalisierte Fassung zu übertragen, wurde eine automatische Text- und Layouterkennung eingesetzt. Je älter das Original, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der automatische Erkennvorgang bei einzelnen Wörtern oder Absätzen auf Probleme stößt.

Es kann also vereinzelt vorkommen, dass Texte fehlerhaft sind.

Die Veranstaltung geriet zur Farce

Ahlen (sid). Vier. Wochen nach Olympia geriet die Deutsche Mehrkampf-Meisterschaft zur Farce. Sechs Asse fehlten wie Weltmeisterin Sabine Braun (Wattenscheid) oder stiegen aus wie Seoul-Olympiasieger Christian Schenk. 6 147 Punkte reichten Birgit Clarius (Ingolstadt) zum zweiten Siebenkampf-Titel vor Beatric Mau (Hannover/6 022), 7 992 Zähler Stefan Schmid (Karlstadt) beim Sieg über Norbert Lampe (Magdeburg/7 587) zur ersten Zehnkampf-Krone und dem 20 000-Mark-Scheck für den Gewinn der Saisonwertung. Eine bessere Leistung verdarb sich der Leverkusener Olympiasechste Paul Meier als Sieger der Juniorenwertung (7 761) durch einen schwachen 1 500-m-Lauf.

„So geht es nicht weiter. Es muß ein anderer Termin her, der zugleich Qualifikation für das internationale Großereignis der Saison ist. Und außerdem muß die Veranstaltung anders präsentiert wer-

den“, forderte Werner von Moltke, früherer Europameister im Zehnkampf und heutiger Vize-Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) endlich Reformen.

Richtig „baden“ ging die teilweise verregnete Veranstaltung durch die Serie der Ausstiege. Erst scheiterte Seoul-Olympiasieger Schenk am Ende seiner verkorksten Saison mit starken Achillessehnen-Schmerzen im Weitsprung. Dann brach beim früheren Junioren-Weltmeister Kohnle im Kugelsto-ßen eine Handverletzung auf, weil ihm die Benutzung einer stabilisierenden Manschette vom Oberkampfrichter nicht gestattet wurde. Am Sonntag mußte Müller, der mit 8 220 Punkten das beste deutsche Saisonresultat schaffte, mit starken Schmerzen im linken Oberschenkel aufgeben. Und als alle an den Sieg von Thorsten Dauth (Groß-Karben) glaubten, gab auch dieser vor dem Speerwurf auf.

Birgit Clarius war als Favoritin angereist, nachdem Weltmeisterin Sabine Braun (Wattenscheid) und die Olympiasechste Peggy Beer (Berlin) auf den DM-Start verzichtet hatten. Wie die beiden „großen Abwesenden“ will auch die neue Meisterin am kommenden Wochenende im südfranzösischen Talence den letzten Siebenkampf vor der WM-Saison 1993 bestreiten.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln