Ein Fonds, der den Ärmsten zugute kommt

Projekt-Koordinatorin Flor Martínez: Normale Kredite wären unbezahlbar

Seit zwei Jahren ist Flor Martínez die Koordinatorin des Projekts von ODESAR in San Dionisio. Wilhelm Volks vom INKOTA-Netzwerk sprach mit der 33-Jährigen über die Besonderheiten des Produktionsfonds für Frauen.

ND: Was haben Sie bisher zur Förderung von Frauen getan?
Martínez: Im Vordergrund stand die Sensibilisierung von Frauen - und von Männern - für das Thema Gleichberechtigung. Außerdem haben wir mit Fortbildungsseminaren für Frauen zu diversen Themen angefangen und Treffen zum Erfahrungsaustausch organisiert.
Immerhin hat das dazu geführt, dass jetzt einige Frauen Führungspositionen übernehmen können und einige sogar schon in solchen Stellungen sind. Sie haben sich zu lokalen und regionalen Frauennetzwerken zusammengeschlossen.

Vor kurzem haben sie nun den Fonds zur Förderung der Produktion speziell für Frauen eingerichtet. Wie funktioniert der genau?
Es ist eine Art Kredit, aber wir nennen ihn nicht so, weil es genau genommen eben auch keiner ist. Diese Förderung ist ein Anreiz für diejenigen, die bei dem vorangegangenen Projekt am meisten mitgearbeitet haben. Den Frauen, die bestimmte Techniken anwenden, werden bis zu 30 Prozent der geliehenen Summe erlassen. Dafür gibt es einen klaren Kriterienkatalog. Wer zum Beispiel mit der Brandrodung aufhört, bekommt einige Prozente erlassen, wer sich in ökologischer Landwirtschaft fortbildet ebenso.
Gleiches gilt für diejenigen, die einen Teil ihres Saatguts anderen Projekten zur Verfügung stellen, Wiederaufforstung betreiben, Heilkräutergärten anlegen oder ökologisch düngen. So können die Frauen »Prozente sammeln«.

Das bedeutet aber auch, dass der Fonds irgendwann einmal verbraucht sein wird.
Das ist uns klar. Aber die Leute hier sind arm, sehr arm. Es wäre ein Fehler, ihnen normale Kredite anzubieten. Wir würden sie noch ärmer und unsere Organisation reicher machen. Deshalb haben wir einen Fonds, der nach und nach aufgebraucht wird.
Was werden wir dabei gewinnen? Dass es den Frauen besser gehen wird, dass sie ein selbstbestimmtes Leben führen können und irgendwann auch nicht mehr von uns abhängig sind. Mit dem Fonds unterstützen wir die Ärmsten. Das sind oft allein stehende Frauen oder allein erziehende Mütter. Wenn sie sich eine Kuh oder ein Schaf kaufen können, die Gärten bewässern und ihren Anbau diversifizieren, können sie überleben. Sie werden unabhängige Menschen. Und eben das ist es, was wir wollen.

Die neue ND-Spendenaktion mit SODI, INKOTA-netzwerk und Weltfriedensdienst - außer in Nikaragua werden Projekte in Palästina und Namibia unterstützt - ist in vollem Gange. Alle drei Projekte auf drei Kontinenten laufen bereits erfolgreich, bedürfen aber weiterer finanzieller Unterstützung zu ihrer Vollendung oder Erweiterung. In der ersten beiden Wochen unserer Spendenaktion sind bereits rund 4700 Euro eingegangen.

Spenden bitte auf das gemeinsame Konto: SODI e.V., Konto 99 000 9220 bei der Berliner Sparkasse, BLZ 100 500 00, Kennwort »Drei Kontinente«.

Anfragen und Äußerungen zur Aktion können an ND oder die drei Organisationen gerichtet werden. Wer es wünscht, erhält nach Abschluss der Aktion eine Spendenbescheinigung.
ND: Was haben Sie bisher zur Förderung von Frauen getan?
Martínez: Im Vordergrund stand die Sensibilisierung von Frauen - und von Männern - für das Thema Gleichberechtigung. Außerdem haben wir mit Fortbildungsseminaren für Frauen zu diversen Themen angefangen und Treffen zum Erfahrungsaustausch organisiert.
Immerhin hat das dazu geführt, dass jetzt einige Frauen Führungspositionen übernehmen können und einige sogar schon in solchen Stellungen sind. Sie haben sich zu lokalen und regionalen Frauennetzwerken zusammengeschlossen.

Vor kurzem haben sie nun den Fonds zur Förderung der Produktion speziell für Frauen eingerichtet. Wie funktioniert der genau?
Es ist eine Art Kredit, aber wir nennen ihn nicht so, weil es genau genommen eben auch keiner ist. Diese Förderung ist ein Anreiz für diejenigen, die bei dem vorangegangenen Projekt am meisten mitgearbeitet haben. Den Frauen, die bestimmte Techniken anwenden, werden bis zu 30 Prozent der geliehenen Summe erlassen. Dafür gibt es einen klaren Kriterienkatalog. Wer zum Beispiel mit der Brandrodung aufhört, bekommt einige Prozente erlassen, wer sich in ökologischer Landwirtschaft fortbildet ebenso.
Gleiches gilt für diejenigen, die einen Teil ihres Saatguts anderen Projekten zur Verfügung stellen, Wiederaufforstung betreiben, Heilkräutergärten anlegen oder ökologisch düngen. So können die Frauen »Prozente sammeln«.

Das bedeutet aber auch, dass der Fonds irgendwann einmal verbraucht sein wird.
Das ist uns klar. Aber die Leute hier sind arm, sehr arm. Es wäre ein Fehler, ihnen normale Kredite anzubieten. Wir würden sie noch ärmer und unsere Organisation reicher machen. Deshalb haben wir einen Fonds, der nach und nach aufgebraucht wird.
Was werden wir dabei gewinnen? Dass es den Frauen besser gehen wird, dass sie ein selbstbestimmtes Leben führen können und irgendwann auch nicht mehr von uns abhängig sind. Mit dem Fonds unterstützen wir die Ärmsten. Das sind oft allein stehende Frauen oder allein erziehende Mütter. Wenn sie sich eine Kuh oder ein Schaf kaufen können, die Gärten bewässern und ihren Anbau diversifizieren, können sie überleben. Sie werden unabhängige Menschen. Und eben das ist es, was wir wollen.

Die neue ND-Spendenaktion mit SODI, INKOTA-netzwerk und Weltfriedensdienst - außer in Nikaragua werden Projekte in Palästina und Namibia unterstützt - ist in vollem Gange. Alle drei Projekte auf drei Kontinenten laufen bereits erfolgreich, bedürfen aber weiterer finanzieller Unterstützung zu ihrer Vollendung oder Erweiterung. In der ersten beiden Wochen unserer Spendenaktion sind bereits rund 4700 Euro eingegangen.

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