Werkstatt für interkulturelle Brücken

Vorbereitungen zum großen Fest der »Kinder EINER Welt« in Lichtenberg

  • Von Hans-Jürgen Neßnau
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.
Ein interkulturelles Fest für Kinder und die ganze Familie wird in Lichtenberg für den 18. September am Fennpfuhl vorbereitet. Das Netzwerk »besser leben« - Bürger, Vereine, Unternehmen, Verwaltungen, Politiker und Religionsgemeinschaften - schuf für die Teilnahme der Kinder und Jugendlichen an der Vorbereitung und Aufführung eines attraktiven Festprogramms die interkulturelle Werkstatt »Kinder EINER Welt«. Träger ist der Verein Sozialdiakonische Jugendarbeit. Ihren Programmbeitrag zum interkulturellen Fest erarbeiten die jugendlichen Akteure in der Werkstatt selbst. Es gibt Gespräche, Praxiswerkstätten, thematische Kurse, Proben... Neben dem Netzwerk waren Oase-Kinder vom Sozialwerk des dfb, der Kaskel Treff, der Verein Publicata und die Bürgerinitiative Ausländische Mitbürger in Hohenschönhausen dabei. Man kam überein, Kultur und Tanz, Sport sowie Kochen länder- und kontinentspezifisch zu gestalten. So zeigen Kinder u.a., wie mensch auf der anderen Seite des Globus kocht und isst. Sie entdecken Länder und Kulturen, indem sie Märchen und Geschichten erzählen, Theater spielen, musizieren und tanzen. Im Bezirk leben etwa 18600 Menschen, die aus 140 Ländern eingewandert sind, und an die 9000 deutschstämmige Aussiedler aus Staaten der GUS sowie Ost- bzw. Mitteleuropas. Mit rund 3000 Personen lebt hier mehr als ein Drittel der Berliner Vietnamesen. Das seien vor allem ehemalige DDR-Vertragsarbeiter sowie deren Nachkommen, sagte Projektleiter Kurt Hövelmans. Bei der Vorbereitung der Werkstatt müsse man laut Hövelmans bedenken, dass in den Stadtteilen Lichtenberg und Hohenschönhausen rechtsextreme Jugendszenen existieren, die zwar jüngst etwas in den Hintergrund getreten, aber keineswegs verschwunden seien. Für den Bezirk erwachse daraus nicht nur ein erhebliches Imageproblem, sondern unter Umständen auch Gefahr für das friedliche interkulturelle Zusammenleben der Bevölkerungsgruppen unterschiedlicher ethnischer und nationaler Herkunft, für die politische Kultur und die Erziehung der jungen Generation. Deshalb wollen die Initiatoren der Werkstatt Brücken schlagen und freundschaftliche und solidarische Beziehungen aufbauen zwischen Kindern aus deutschen Familien und solchen, die mit ihren Eltern eingewandert sind. Die Werkstatt mit dem interkulturellen Fest und zwei weitere langfristige Projekte für Kinder und Jugendliche, die Solidarität mit Engagement für U...

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