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Milizchef in rechter Sektengemeinde

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Strassmeirs Anwalt, der bereits erwähnte Kirk Lyons, bemüht sich nun heftig, den Berliner nicht als illegalen Einwanderer dastehen zu lassen. Er gibt aber zu, daß Strassmeir, nur mit einem Touristenvisum ausgestattet, zwei Jahre lang Mitglied der Gemeinde und Chef ihrer Miliz war. Strassmeir und Mc Veigh schlössen vor zweieinhalb Jahren auf einer Waffenbörse Bekanntschaft. Aber Strassmeir schloß viele Bekanntschaften, nahm auch an einem Ku Klux Klan-Treffen in Houston teil. Heute wohnt er wieder in seinem Berliner Elternhaus.

Das ist ein politisch prominentes Haus. Günter Strassmeir, Vater des US-Touristen, war 1981/85 Generalsekretär der Berliner CDU, 1986/87 stellvertretenden LandesVorsitzender, saß von 1972 bis 1990 im Buhdestagt war dort Vorstandsmitglied der CDU/CSU-Fraktion und von 1989 bis Januar 1991 als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundeskanzler und Bevollmächtigter der Bundesregierung in Berlin. Seit 1991 saß er im Berliner Abgeordnetenhaus. Sein zweiter Sohn, Alexander, wurde kürzlich zum Baustadtrat in Wilmersdorf gewählt.

Kirk Lyons war Gast im Strassmeir-Heim in Berlin, das bestätigten sowohl Lyons als auch Andreas Strassmeir telefonisch. Letzterer erklärte am Telefon auch, die amerikanischen Behörden hätten ihn nicht wegen des Bombenanschlages in Oklahoma befragt. „Stimmt“, meint Assistant U.S. Attorney Steve Mullins in Oklahoma City und fügt im selben Atemzug hinzu: „Noch nicht.“

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