Schatten des Balls

Premier Klaus mußte Zugeständnisse machen Von Jaroslav Polivka, Prag

Am Mittwochabend nahmen Tschechiens christlich-konservative Parteien die letzte Hürde zu einem Koalitionsvertrag.

Einigung über die neue Minderheitsregierung, das wäre normalerweise für alle Zeitungen die Titelstory des nächsten Tages gewesen. Aber dieses Mal liefen die Fußballer den Politikern den Rang ab. Der Einzug ins Finale der EM war allen Blättern wichtiger als die gute Nachricht von den heimischen Politspielplätzen. Premier Vaclav Klaus und seine Koalitionäre trugen es mit Fassung. Am Ende werden sie den Kickern dankbar gewesen sein.

Denn noch am Mittwochvormittag brach der Regierungschef die Gespräche mit den Christlichen Volksdemokraten (KDU-CSL) und der Bürgerallianz (ODA), die schon die definitive Einigung bringen sollten, demonstrativ ab. Die kleinen Parteien hatten seiner ODS in letzter Minute neue Forderungen präsentiert. Es ging vor allem um erweitere Kompetenzen für zwei ihrer Minister Dann zog man sich zum Fußball v...

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