Werbung

Dieser Text ist Teil des nd-Archivs seit 1946.

Um die Inhalte, die in den Jahrgängen bis 2001 als gedrucktes Papier vorliegen, in eine digitalisierte Fassung zu übertragen, wurde eine automatische Text- und Layouterkennung eingesetzt. Je älter das Original, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der automatische Erkennvorgang bei einzelnen Wörtern oder Absätzen auf Probleme stößt.

Es kann also vereinzelt vorkommen, dass Texte fehlerhaft sind.

Anregungen

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der Titel klingt nicht gerade bestsellerverdächtig. Wenn ein Buch allerdings innerhalb eines Jahres schon eine 2. Auflage erlebt, dann kann rnan es wohl einen Bestseller nennen. Lehrer, Mitarbeiter von Gedenkstätten und Wissenschaftler kommen hier zu Wort. Ihr Ausganspunkt: »Ein großer Teil der Bundesbürger ist offenbar nicht ah einer weiteren Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit interessiert.« Die Autoren meinen, daß »Gedenkstättenpädagogik einen Beitrag zur politischen Kultur zu leisten vermag, wenngleich auch nicht nachdrücklich genug vor kurzschlüssigen Aktualisierungen und Projektionen gewarnt werden kann«. Ein Satz, der sicher auch an manch einen gerichtet ist, der Gedenkstätten Ostdeutschlands im Sinne einer neuen Lehre »aktualisiert«. Gerade deshalb erscheint die in dem Beitrag von Thomas Lutz (Topografie des Terrors, Berlin) zu findende Polemik gegen die Gedenkstättenpolitik in der DDR befremdlich: »Im Unterschied zur Bundesrepublik waren die DDR-Gedenkstätten staatstragend.« (S. 39) Vor allem, wenn

im selben Buch Stefan Stadler (Jugendbegnungszeltlager Dachau) beklagt, daß die Gedenkstätte in Dachau in den Augen der regierenden CSU-Politiker offensichtlich staatsgefährdend ist. Stadler nennt den Dachauer CSU-Fraktionsvorsitzenden, der sich erklärtermaßen »bis zum letzten Blutstropfen« gegen eine »Aufarbeitung« der braunen Vergangenheit zur Wehr setzen wollte, weil »man ohnehin unter dem KZ-Image« leide. (S.87)

Im ersten Teil des Buches denkt Annegret Ehmann von der Berliner Gedenkstätte Haus Wannseekonferenz über »Sprache, Begriffe und Deutungen des nationalsozialistischen Massen- und Völkermords« nach und führt Beispiele heutiger bedenklicher Sprachfindungen zur “Vefharmlosüng der faschistischen Gewaltpolitik an (S.75). Eine Fundgrube ist auch der zweite Abschnitt »Erfahrungsberichte«, in dem über Projekte an Schulen zur Aufklärung über die Nazi-Diktatur berichtet wird. Hier sind etliche Anregungen für interessierte Lehrer zu holen.

Verwiesen sei noch auf den Anhang mit umfangreichen Literaturhinweisen sowie einer Übersicht über Gedenkstätten. Für Gedenkstätteninitiativen ist das Buch im Haus der Wannseekonferenz (Am großen Wannsse 56-58, 14109 Berlin) zum Sonderpreis von 20 DM (zzgl. Versandkosten) zu beziehen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!