Werbung

Dieser Text ist Teil des nd-Archivs seit 1946.

Um die Inhalte, die in den Jahrgängen bis 2001 als gedrucktes Papier vorliegen, in eine digitalisierte Fassung zu übertragen, wurde eine automatische Text- und Layouterkennung eingesetzt. Je älter das Original, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der automatische Erkennvorgang bei einzelnen Wörtern oder Absätzen auf Probleme stößt.

Es kann also vereinzelt vorkommen, dass Texte fehlerhaft sind.

Gefragt ist mehr kritische Vernunft

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die große Kunst besteht nun darin, Mathematik so zu lehren, daß die Schüler sie tatsächlich als Bereicherung ihres geistigen Horizonts erfahren. »Was wir um jeden Preis vermeiden sollten«, schrieb der englische Philosoph Alfred N. Whitehead, »ist die sinnlose, nirgends hinführende Anhäufung von (mathematischen) Einzelheiten.« Vielmehr komme es darauf an, rational-logisches Denken zu vermitteln, Denn entgegen einem weit verbreiteten Vorurteil ist Mathematik keine »esoterische« Beschäftigung für Auser-

wählte. Jeder Mensch ist mathematisch begabt!

Auch Heymann betont, daß dabei keine qualitativ neue Art des Denkens notwendig sei. Nur dürfe die Mathematik nicht als gleichsam fertiges System gelehrt werden. Es ist wie mit dem Pauken von Vokabeln, deren Kenntnis beileibe nicht ausreicht, um eine Fremdsprache zu beherrschen. Auch mathematische Sachverhalte macht man am besten dadurch verständlich, daß man sie in jene lebendigen Handlungen zurückverwandelt, aus denen sie entsprungen sind. Längst sind auch mir die meisten Formeln aus dem Unterricht entfallen. Geblieben ist jedoch die dabei erlernte Art und Weise des Denkens, die mir in vielen Lebenslagen behilflich war

Die Schüler werden nur dann Spaß an Mathematik haben, wenn sie darin einen Sinn erkennen, resümiert Heymann am Ende seines lesenswerten Buches. Wohl wahr, denn etwas mehr kritische Vernunft könnte unsere Gesellschaft gut vertragen. Wie sagte der deutsche Mathematiker und Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz so schön: »Ohne die Mathematik dringt man niemals auf den Grund der Philosophie. Ohne die Philosophie dringt man niemals auf den Grund der Mathematik. Ohne beide kommt man auf den Grund von gar nichts.«

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!