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Schwarzer Clinton

Barack Obama

Der 43-jährige Demokrat sitzt für den Bundesstaat Illinois im Senat in Washington.
»Von Gott gesegnet«, bedeutet auf Kisuaheli der Vorname des charismatischen schwarzen Jungpolitikers Barack Obama. Gott hat ganze Arbeit geleistet: In der Geschichte der USA ist der 43-jährige gebürtige Hawaiianer der dritte farbige Senator, der in Washington Einzug hält. Mit 71 Prozent der Stimmen wurde der Demokrat in das Oberhaus des US-amerikanischen Kongresses gewählt - am selben Tag, an dem Oberdemokrat Kerry gegen Bush eine Wahlschlappe einstecken musste. Obamas Auftritt im Juli dieses Jahres beim Parteitag in Boston machte den Linksdemokraten aus Illinois mit einem Schlag bekannt: In einer 18-Minuten-Rede riss er die Delegierten aus den Sesseln und trat ins Rampenlicht. »Es gibt nicht das Amerika der Schwarzen, der Weißen, der Latinos und der Asiaten - es gibt die Vereinigten Staaten von Amerika«, rief Obama unter tosendem Applaus. Seitdem sehen viele in ihm den übernächsten Präsidenten und bezeichnen ihn als »schwarzen Bill Clinton«. Der Arme-Leute-Anwalt und Harvard-Absolvent kämpft für Bürgerrechte und gegen Rassismus. So kritisiert er seit seinem Beginn den Irak-Krieg als »übereilt«, spricht sich für das Recht auf Abtreibung und eine erschwingliche Gesundheitsversorgung aus. Obama trug wesentlich dazu bei, dass die skandalösen Umstände, unter denen in Illinois einige Todesurteile verhängt worden waren, aufgedeckt werden konnten. Dabei ist der Jungpolitiker selbst die Verkörperung des US-amerikanischen Traumes. Geboren als Sohn eines Kenianers und einer hawaiianischen US-Amerikanerin, wuchs Obama in Djakarta und Hawaii auf, studierte Jura in Columbia und Harvard und war dort auch erster schwarzer Redakteur der renommierten »Harvard Law Review«. Der Vater von zwei Töchtern sitzt seit 1996 im Senat von Illinois. Doch nicht nur hinter dem großen Teich hat der farbige Politiker viele Fans, sondern auch in Kenia, in dem winzigen Dorf in der Nähe des Victoriasees, aus dem Obamas Vater stammt. Das lokale Bier, das »Senator« heißt, geht dort mittlerweile nur noch als »Obama« über den Tresen. Und demnächst soll die Dorfschule in »Barack-Obama-Schule« umbenannt werden. Anke Engelmann

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