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Ende fürs Luftschloß

BKA-Theater am Mehringdamm bleibt

Das BKA-Luftschloß, das kürzlich erst zum Ostbahnhof umzog, wird aller Wahrscheinlichkeit nach geschlossen. Um das abzuwenden, müsste jetzt schon ein kaufkräftiger Investor kommen, hieß es gestern bei der Berliner Kabarett Anstalt (BKA). Das Theater am Mehringdamm hingegen bleibt erhalten. Dort finden momentan Benefizveranstaltungen für die BKA statt. Die Schließung des Luftschlosses hat personelle Konsequenzen. 45 Menschen verlieren einen Arbeitsplatz, darunter befinden sich viele Aushilfe-, aber auch Dauerjobs. Das Finanzmalheur begann nach dem Umzug des Luftschlosses zum Ostbahnhof. Am Schloßplatz in Mitte konnte sich die Bühne im Laufe der Zeit auf ein treues Stammpublikum verlassen und gewann auch Laufkundschaft. Diese Klientel fällt am Ostbahnhof weg, dem Stammpublikum seien die Zugänge zum neuen Luftschloß zu schlecht gewesen. Die Leute hätten über einen unbeleuchteten Parkplatz laufen müssen. Jugendliche Technofreaks fänden so etwas toll, aber das Luftschloß-Publikum sei eher eine schickere Umgebung gewöhnt gewesen. Straßenbeleuchtung und Zugangswege selbst auszubauen, dafür fehlte der BKA das Geld. Vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg sei man freundlich aufgenommen worden. Allerdings hätten sich die Auflagen für das Zelt verschärft, weil im Gegensatz zum Schloßplatz der Standort am Ostbahnhof als Dauerstandort ausgewiesen war. Das Gebiet am Ostbahnhof wird wahrscheinlich in einigen Jahren ein sehr guter Kulturstandort sein, weiß man bei der BKA. Aber bis dahin durchzuhalten, dafür fehlt das dicke Finanzpolster. Im Theater am Mehringdamm sollen künftig vor allem aus finanziellen Gründen mehr Stars auftreten. Nach wie vor aber soll es auch Neulingen offen stehen.

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