Alle meinen, man müsste diskutieren

Kulturausschuss sprach über »Flick-Collection«, Maxim-Gorki-Theater und Filmkunsthaus Babylon

  • Von Almut Schröter
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.
Die neueste Methode geht so: Politiker sagen Politikern, dass sie Politik machen sollen. So geschah es gestern im Kulturausschuss des Parlaments. Auf Antrag der Grünen diskutierten die Abgeordneten über Rahmenbedingungen der »Flick-Collection« im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart. Alice Ströver, Grüne, sagte, nicht nur der Regierende Bürgermeister habe sich der Diskussion zur umstrittenen Ausstellung bisher verweigert. Auch die Kulturverwaltung drücke sich. Brigitte Lange (SPD) vermisst öffentliche Werbung für das Rahmenprogramm, Sibylle Meister (FDP) meinte, Berlin müsse am Thema dranbleiben, Andreas Apelt (CDU rief dazu auf, die Dauerdiskussion zur Schau zu erhalten. Wer in aller Welt hindert denn diese Politiker daran, selbst bei Diskussionen aktiv zu werden? Die Besucherresonanz der Schau ist nach wie vor groß. Wahrscheinlich entscheiden die meisten wie Minka Dott (PDS), die nichts von der Debatte »Blutgeld für Kunst« hält. Kunst, meint sie, gehöre noch lange nicht dem, der sie gekauft hat. Denn die Veranstaltungen des Begleitprogramms, informierte Rainer Klemke von der Kulturverwaltung, sind beim Publikum kaum gefragt. Auf dieses Programm hatte der Senat gedrängt. Kultursenator Thomas Flierl (PDS) erinnerte jedoch das Gremium daran, dass die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und nicht die Stadt Veranstalter der Schau ist. Und so konnte er nur Anregungen zum Weitergeben entgegennehmen. Seltsamerweise erwartet man von ihm, dem man gern DDR-Verfahrensweisen unterstellt, dass er sich bei solchen Angelegenheiten als Kombinatsdirektor der Berliner Kultur gebärdet. Dass er in die aktuellen Angelegenheiten um die Immobilie Maxim-Gorki-Theater neben der Finanzverwaltung bisher nicht involviert war, bedauert Flierl allerdings und will sich einbringen. Auf die Frage von Oliver Schruoffeneger (Grüne) nach dem Stand der Dinge wusste Flierl bereits, dass die vor Gericht erfolgreiche Singakademie den Theaterstandort nicht gefährden will, aber selbst einen repräsentativen Standort sucht. Klare Worte gab es auf die Frage von Wolfgang Brauer (PDS) zum Filmkunsthaus Babylon in Mitte. Hier sucht der Senat im Interessenbekundungsverfahren bis 31. 12. 2004 einen neuen Betreiber, weil der bisherige nicht mit den Fördermitteln auskam und Mietschulden verursachte. Bis zum Betreiberwechsel im März 2005 soll der Spielbetrieb unbedingt gesichert werden, versprach der Kultursenator. Die Ausschreibung für das Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz ist auf der I...

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