• Politik
  • Angela Krauß über die Kunst, das eigene Leben immer wieder neu zu erfinden

Weißer Dampfer auf dem Schlammteich

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Dies sei »eine Geschichte voller Spuren und Muster In kunstvollen und mutwilligen Schlingen und Bögen spürt sie den unerschöpflichen Figuren nach, die das Leben bildet.« - Es ist ja fein beobachtet, was der Klappentext sagt. Es ist kunstvoll ausgedrückt: »Bilder staffeln sich in die Tiefe, formieren sich zu fantastischem Geschehen, zu Träumen und Alpträumen, in denen Biographien zusammenlaufen,- Lebenszeitstücke.« Zu Recht wird der Leser auf eine Prosa eingestimmt, wie sie bei Angela Krauß auch zu erwarten ist. Statt einer einfach nachzuvollziehenden, chronologisch strukturierten Handlung wird man Erzählteile finden, die man selbst verknüpfen muß. Ein Verfahren, das dem Erfahrenen die Vielschichtigkeit erhält.

Wie gesagt, es ist nichts falsch im Klappentext. Aber kann es denn sein, daß die Geschichte im Verlag wirklich nur so ver-

standen worden ist - leicht und spielerisch, wie sie sich gibt? Wurde das Ernste, Dunkle im Hintergrund ni...


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