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  • Politik
  • Schostakowitschs Oper Die Nase wieder in Leipzigs Oper

Exzellentes Musiktheater

  • Von Werner Wolf
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Um die Opern Sergej Prokofjews, Dmitri Schostakowitschs oder gar jüngerer Komponisten der einstigen Sowjetunion ist es im Osten Deutschlands still geworden, obwohl ein Stück wie »Der Spieler« in der heutigen Theaterlandschaft gewiß mehr als interessant wirken würde. Da war es schon eine mutige Tat, Dmitri Schostakowitschs genialen Jugendstreich von der »Nase« in Leipzig auf die Bühne zu stellen. Nach nur drei mit starkem Beifall aufgenommenen Aufführungen im Spätherbst 1997 erlebt nun die wieder von Michail Jurowski mit außergewöhnlicher Intensität dirigierte Inszenierung Alfred Kirchners eine weitere - leider wieder nur kurze - Aufführungsserie.

Die skurril-tragische Geschichte vom über Nacht nasenlos gewordenen Kollegienassessor Kowaljow und dessen selbständig gewordener, in der Gestalt eines Staatsrates herumstolzierender Nase wirkt heute noch beklemmender und erregender als in den großartigen Inszenierungen Erhard Fischers in der B...


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