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  • Politik
  • Atempause von Francesco Rosi

Gefangen in der Hölle

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Reiter reißen das Lagertor aus den Angeln. Ein imposantes Bild voller Aufbruchspathos. Menschen strömen heraus. Dann plötzlich sehr viele Soldaten, und angstvoll weichen die Menschen wieder hinter den Stacheldrahtzaun zurück. Eine Szene mit Symbolcharakter.

Primo Levi (John Turturro), der junge jüdische Intellektuelle, ist frei. Was denkt er? »Angesichts der Freiheit kamen wir uns verlören, leer und ausgemergelt vor, ? ungeeignet für'unsere wiedergefundene.. Freiheit.« Eingangssätze zu einer fortgesetzten Irritation. Kann man jemals befreit werden von Auschwitz? Regisseur Francesco Rosi nimmt Benignis »Das Leben ist schön«-Erzählton auf. Sehr biographisch, extravagant auch. »Wenn Krieg ist, denk ich immer an Schuhe und was zu essen.« - »Aber der Krieg ist fast vorüber.« - »Es ist immer Krieg.« Derart die Überlebensphilosophie des »Griechen«, seines Begleiters in die Freiheit. Ein Überlebenskünstler und »Realist«, der Primo Levi mit den...


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