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BVG will sich aus eigener Kraft sanieren

Aufsichtsrat beschließt Gründung privater Tochter Von Bernd Kammer

Die Zukunft der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) als eigenständiges Unternehmen scheint gesichert. Der Aufsichtsrat stellte gestern mit dem Beschluß zur Gründung einer privaten Tochtergesellschaft die Weichen für ein innerbetriebliches Sanierungskonzept, das von BVG-Vorstand und Personalvertretung gemeinsam mit der Gewerkschaft ÖTV ausgearbeitet worden war Für Uwe Nitzgen, Vorsitzender des BVG-Gesamtpersonalrats, ist damit die Holding mit der S-Bahn »praktisch vom Tisch«.

So direkt wollten es der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Branoner (CDU), seines Zeichens auch Wirtschaftssenator, und BVG-Vorstandschef Rüdiger vorm Walde noch nicht aussprechen. Eine Ko-

operation mit der S-Bahn werde weiter geprüft, parallel dazu aber die Sanierung der BVG »aus eigener Substanz heraus« vorangetrieben.

Das Unternehmen bleibt demnach Anstalt öffentlichen Rechts, bedient sich aber privatrechtlicher Strukturen. Die Tochtergesellschaft, die frühestens Ende September gegründet werden kann, soll 30 Prozent der bisherigen Fahrdienstleistungen für die U-Bahn, Straßenbahn und den Bus übernehmen. Eventuell aber auch mehr, wenn ansonsten keine Eigenwirtschaftlichkeit erreicht wird. Die dort Beschäftigten werden zu den um rund 30 Prozent geringeren Tarifen des privaten Busgewerbes beschäftigt, was Branoner als ein »unglaubliches Zugeständnis von Gewerkschaft und Personalvertretung« hervorhob.

Den Alt-BVGern soll der Wechsel in die private Tochter durch großzügige Ab-

? Als 15 Gebiete mit besonderem Entwicklungsbedarf ausgewiesen sind die folgenden fünf im Ost-und zehn im Westteil der Stadt mit insgesamt etwa 190 000 Einwohnern:

? Helmholtz- und Falkplatz (Prenzlauer Berg), Boxhagener Platz (Friedrichshain), Oberschöneweide (Köpenick) und Marzahn-Nord;

? Neues Kreuzberger Zentrum /Wassertorplatz, Wrangelstraße (Kreuzberg), Bülowstra-ße/Wohnen am Kleistpark (Schöneberg), Magdeburger Platz und Beusselstraße (Tiergarten), Sparrplatz, Soldiner/Wollankstraße (Wedding), Rollbergsiedlung, Schillerpromenade und Sonnenallee (Neukölln).

? Jährlich werden Beträge von insgesamt sechs Millionen für die 15 Gebiete von den Senatsverwaltungen bereitgestellt.

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