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Saransk begrüßt die Welt

Kleine Überraschung bei den Austragungsorten der Fußball-WM 2018 in Russland

  • Von Benedikt von Imhoff, dpa
  • Lesedauer: 2 Min.
Der WM-Gastgeber 2018 Russland hat die elf Austragungsorte gekürt. Nun wartet viel Arbeit - mehrere Stadien entstehen völlig neu, auch Straßen, Hotels und Flughäfen müssen gebaut werden.

Die Zarenmetropole St. Petersburg, die Bernsteinstadt Kaliningrad und das geschichtsträchtige Wolgograd sind dabei: Russland hat elf Austragungsorte für die Fußball-WM 2018 offiziell bestätigt. FIFA-Präsident Sepp Blatter gab sich ob des Fortschritts der Vorbereitungen begeistert. »Wir sind eindeutig dem Zeitplan ein Jahr voraus«, betonte Blatter. Wie Sportminister Witali Mutko sagte, rechnet die Regierung mit Gesamtkosten von etwa 15 Milliarden Euro.

Bei der Bekanntgabe im Staatsfernsehen war der Jubel in den ausgewählten Städten groß. Eine Überraschung war die Nominierung von Saransk. Die Hauptstadt der zentralrussischen Teilrepublik Mordwinien ist mit rund 300 000 Einwohnern der kleinste Spielort. Wie in vielen anderen Städten soll dort eigens ein neues Stadion entstehen. In Wolgograd soll das »Siegesstadion« direkt gegenüber dem Denkmal für die blutige Schlacht von Stalingrad im Zweiten Weltkrieg gebaut werden.

Das Gewalt- und Rassismusproblem im russischen Fußball beunruhige ihn nicht, sagte Blatter. Vereine, Gesellschaft und Regierung müssten gemeinsam dagegen vorgehen. In der Vorwoche war das Lokalderby zwischen Torpedo und Dynamo Moskau im Pokal wegen Fankrawallen abgebrochen worden. Zudem werden dunkelhäutige Spieler immer wieder Opfer rassistischer Pöbeleien.

Für die erste WM in Osteuropa sind zwölf Stadien vorgesehen. Davon stehen zwei in der Hauptstadt Moskau: Das Luschniki-Stadion, in dem vor 90 000 Zuschauern unter anderem Eröffnungsspiel und Finale stattfinden sollen, sowie die neue Arena von Rekordmeister Spartak.

Der westlichste Spielort ist Kaliningrad an der Ostsee, der östlichste Jekaterinburg am Ural. Dazwischen liegen rund 2500 Kilometer und drei Zeitzonen. Weitere Ausrichterstädte sind St. Petersburg, Kasan, Nischni Nowgorod, die Olympiastadt Sotschi, Samara an der Wolga und Rostow am Don.

Die Hälfte der Gesamtkosten sollten private Investoren tragen, kündigte Mutko an. Putin hatte bereits kurz nach der Vergabe des Turniers an Russland Oligarchen wie etwa Roman Abramowitsch, den Besitzer des FC Chelsea London, in die Pflicht genommen.

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