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Erste Kratzer im Bayernlack

Borissow beendet überraschend eindrucksvolle Siegesserie der Münchener

  • Von Christian Kunz, dpa
  • Lesedauer: 3 Min.
Überraschend war nach neun Siegen nicht nur die erste Pleite des FC Bayern München. Auch Trainer Heynckes sorgte für Verwunderung, weil er mit der jüngsten Kritik von Sportvorstand Matthias Sammer nicht »einverstanden« war: »Populismus« könne man nicht gebrauchen. Hausgemachte Reibereien sicher auch nicht.

Als Sammer noch beim Bankett saß, hatte sich Jupp Heynckes längst verabschiedet. Das 1:3 beim FC BATE Borissow in der Champions League war einigen bitter aufgestoßen. Und die Aussagen von Heynckes vor dem Spiel in Minsk über die jüngste Sammer-Kritik schmeckten ebenfalls nicht allen. Nach einer kurzen Nacht untermauerte Trainer Heynckes am Mittwoch seine Kritik jedoch. »Es ist ganz wichtig, diese Dinge in geschlossenen Räumen zu artikulieren und nicht nach draußen. Das ist Populismus, und den können wir nicht gebrauchen«, erklärte Heynckes.

Nicht nur die Münchner Siegesserie war nach neun Erfolgen dahin, auch das vom Klub viel gerühmte Verhältnis zwischen Trainer und Sportdirektor hatte erste Kratzer bekommen. »Mit der Form, der Art und Weise war ich nicht einverstanden. Das habe ich ihm auch gesagt«, hatte der Trainer die Worte Sammers nach dem Sieg in Bremen moniert. »Die Kritik war überzogen.« Dabei hatte Sammer zuvor noch erklärt, dass der Auftritt mit Heynckes abgesprochen gewesen war.

Heynckes war bis dato durch Rotieren erfolgreich, nun kassierte er die erste Pleite. So war Bastian Schweinsteiger in der Zentrale Javi Martínez und Luiz Gustavo gewichen, die dem Spiel aber keinen Rhythmus gaben. »Wir wissen jetzt, dass wir uns in der Champions League nichts mehr erlauben können«, so Heynckes.

Die Mannschaft war selbstkritisch. Bei den Kontern »müssen wir alle zurück, und das war heute nicht der Fall«, sagte Holger Badstuber. Beim schnellen Umschalten des Meisters aus Belarus wurden Lücken in der Münchener Defensive deutlich. Alexandr Pawlow (23. Minute), Witali Rodionow (78.) und Renan Bressan (90.+4) trafen für BATE. Franck Ribery (90.+1) schoss das Tor für die Bayern, die nun auf Rang drei der von Borissow geführten Gruppe rangieren.

Gruppe A

Kiew - Dinamo Zagreb n. Red.

FC Porto - Paris St. Germain n. Red.

Gruppe B

Schalke 04 - Montpellier HSC n. Red.

Arsenal - Olympiakos Piräus n. Red.

Gruppe C

St. Petersburg - AC Mailand n. Red.

RSC Anderlecht - FC Málaga n. Red.

Gruppe D

Manchester City - Dortmund n. Red.

Ajax Amsterdam - Real Madrid n. Red.

Gruppe E

Juventus Turin - Donezk 1:1 (1:1)

Nordsjælland - Chelsea 0:4 (0:1)

Gruppe F

FC Valencia - OSC Lille 2:0 (1:0)

Borissow - FC Bayern 3:1 (1:0)

Gruppe G

Spartak Moskau - Glasgow 2:3 (1:1) Lissabon - FC Barcelona 0:2 (0:1)

Gruppe H

Cluj - Manchester United 1:2 (1:1) Galatasaray Istanbul - Braga 0:2 (0:1)

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