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RWE versucht‘s auf die Luther-Tour

Energieriese will Hambacher Forst endlich roden. Im Weg: Die Besetzer des Waldgebiets

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Seit April halten Aktivisten der Anti-Kohlekraft-Bewegung die Reste des Hambacher Forstes besetzt. RWE will das Waldgebiet roden, um weiteren Platz zu schaffen für das größte Loch Europas – den Tagebau Hambach. Nun kündigt der Konzern an, das Camp nicht länger ignorieren zu wollen.

Der Tagebau Hambach, das größte Loch Europas, soll noch größer werden
Wenn es um den (vermeintlichen) Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen geht, sind die Gesetze mitunter bis oberhalb der Schmerzgrenze skurril. In Neurath wurde unlängst gar das größte Braunkohle-Kraftwerk der Welt eingeweiht, das, wenn es sich amortisieren soll, über 40 Jahre das Klima massiv schädigen wird. Bei der Eröffnung waren auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) in bester Feierlaune. Nebenan, in Niederaußem, ist ein weiterer Kraftwerksblock geplant, beantragt und im Grundsatz genehmigt. Die Kraftwerkskomplexe in den beiden Städtchen im Rheinischen Braunkohlerevier zählen seit Langem zu den schlimmsten Klimakillern Europas.

Und ja, RWE darf das größte Loch Europas ausweiten, den Tagebau Hambach, und dafür auch bis 2040 die allerletzten Reste des Hambacher Forstes...


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