Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Deutsche Bahn versucht sich als Retter

ODEG bekommt neue Züge für ihre RE-Linien zu spät

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.
Nach einer gewonnenen Ausschreibung sollte die ostdeutsche Privatbahn ODEG zum Fahrplanwechsel im Dezember den Betrieb der RE-Linien 2 und 4 von der Deutschen Bahn übernehmen. Doch dazu kommt es nicht.

Die Deutsche Bahn (DB) fährt länger als ursprünglich vorgesehen auf den Regionalexpresslinien RE 2 (Cottbus-Berlin-Rathenow) und RE 4 (Jüterbog-Berlin-Wismar). Eigentlich sollte sie diese Verbindungen zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember an die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) abgeben. Doch die ODEG bekommt die dafür bestellten 16 Züge nicht rechtzeitig. Der Hersteller, die Stadler Pankow GmbH, hat Lieferschwierigkeiten und - was viel schwerer wiegt - die Zulassung der neuen Schienenfahrzeuge durch das Eisenbahnbundesamt lässt auf sich warten.

ODEG-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann rechnet damit, dass die Zulassung erst Anfang Dezember kommt. Aber das ist noch nicht einmal sicher und wäre immer noch zu spät. Denn eine gewisse Vorbereitungszeit ist erforderlich.

Weil dergleichen Verzögerungen immer wieder vorkommen, hatte Schuchmanns Unternehmen bereits vor gut anderthalb Jahren angefragt, ob die DB im Notfall aushelfen könnte. Der Notfall ist nun eingetreten und die Deutsche Bahn hilft. Mit 40 Doppelstockwagen und 70 Mitarbeitern wird die DB die Linie RE 2 über den Fahrplanwechsel hinaus weiter bedienen. Auf der RE 4 will die ODEG mit eigenen Reserven auskommen. Zu den genannten 70 Beschäftigten gehören die Lokführer. Die Zugbegleiter stellt dagegen die ODEG. Die Deutsche Bahn tritt als Subunternehmer der ODEG auf und wird von ihr für den Einsatz bezahlt. Dafür kassiert die ODEG die staatlichen Zuschüsse.

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg begrüßte die Lösung des Problems und versicherte: »Die bereits veröffentlichten Fahrpläne werden in jedem Fall eingehalten.« Beiden Seiten ist offenbar daran gelegen, dass der Schienenverkehr keine Fahrgäste verprellt. Schuchmann erinnert, was Zugverspätungen und Zugausfälle bedeuten würden: »Es ist Winter. Da will keiner auf dem Bahnsteig stehen, bei Schnee, Regen oder Kälte.« Wann genau und wie viele Züge Hersteller Stadler liefern kann, ist Schuchmann unklar. Die Zahl der zunächst versprochenen Fahrzeuge schwanke zwischen sechs und elf, sagt er. Wenn Fahrzeuge ankommen, sollen sie die DB-Züge schrittweise ersetzen.

Doch über den 26. April 2013 hinaus vermag die DB der ODEG nicht unter die Arme zu greifen. Dann benötigt sie ihre Züge für die Strecke Berlin-Rostock, die derzeit wegen Bauarbeiten gesperrt ist.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Lastschrift

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln