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Gegen das Schweigen

Zum Jahrestag der Nazimorde rufen linke Gruppen zu Protesten auf

  • Von Ines Wallrodt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das »Bündnis gegen das Schweigen« will am 4. November gegen gesellschaftlichen und institutionellen Rassismus protestieren. In 30 Städten sind Demonstrationen, Kundgebungen und Infoveranstaltungen geplant.

Der Zusammenschluss hat sich den sprechenden Namen »Bündnis gegen das Schweigen« gegeben. Er prangert das Mauern von verantwortlichen Politikern und Sicherheitsbehörden bei der Aufklärung der Neonazimordserie genauso an wie das Stummbleiben der Bevölkerung. »Ein Aufschrei in der Gesellschaft ist ausgeblieben«, kritisiert Bündnissprecher Michael Gräfe gegenüber »nd«. In den zwölf Monaten seit Bekanntwerden des Terrortrios habe sich kaum etwas verändert.

Das Bündnis will reden. Reden über Strukturen, die diese Mordserie ermöglichten und seine Aufklärung verhinderten. Reden über Rassismus, die Vorurteile in den Köpfen von Polizeibeamten und Gesellschaft, die bei getöteten Türken die Schuldigen unter Migranten suchen. »Die parlamentarischen Untersuchungsausschüsse sind wichtig«, sagt Gräfe. »Eine Auseinandersetzung über die Ursachen für das Versagen leisten sie jedoch nicht.« Mit Erklärungen wie »Pannenserie« und »Kommunikationsproble...


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