Werbung

Bis die Fassaden fallen

KINDER- und JUGENDBUCH

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Peter Pohl lügt seine jungen Leser nicht an. Deshalb müssen sie eine Lektion ziemlich schnell lernen: Bücher können auch traurig enden und Probleme werden nicht immer gelöst. Erst recht nicht solche, deren Bewältigung die Möglichkeiten von Kindern weit übersteigt. Meist sind es Erwachsene, die diese Probleme verursachen. Durch Verantwortungslosigkeit oder Lieblosigkeit oder schlicht durch Wegsehen.

Pohls Geschichten machen keinen Spaß. Dass man sie trotzdem liest, liegt an der Wahrhaftigkeit. Der Schwede schreibt keine typisch gut gemeinten Betroffenheitsbücher, sondern versteht es auf berührende Weise, die Perspektive der Kinder anzunehmen und in einfache, klare und dennoch treffende Sprache zu packen. Und diesmal gibt er seinen Figuren sogar eine große Portion Hoffnung mit auf den Weg.

Die elfjährige Lena kommt jeden Tag zu spät zur Schule. Kein Wunder: Sie schmeißt ja den Haushalt, erledigt die Einkäufe und begleitet ihren kleinen Bruder zum Kindergarten. Die Mutter liegt meistens im Bett. Gelegentlich torkelt sie zum Spirituosenladen, und im schlimmsten Fall bringt sie einen Bettgenossen von dort mit.

Lena schämt sich. Sie redet nie von zu Hause, niemand darf sie besuchen. Wie gut, dass ihre einzige Freundin Mia stets wie ein Wasserfall plappert. Aber auch Mia lädt nie jemanden zu sich ein. Warum eigentlich nicht? Als beiderseits die Fassaden fallen, zeigt sich die Kraft der Freundschaft. Gemeinsam lässt sich vieles besser ertragen.

Peter Pohl, Meine Freundin Mia, Hanser, 140 Seiten, 12,90 Euro (ab 9 J.)

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen