Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Hoffnungsvolle Helden

Erstmals seit acht Jahren erreichen wieder drei deutsche Mannschaften das Achtelfinale der Champions League - vorzeitig

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: 3 Min.
Bereits einen Spieltag vor Abschluss der Gruppenphase haben alle drei deutschen Klubs das Achtelfinale der Champions League erreicht. Dortmund gewann 4:1 in Amsterdam, Schalke schlug Olympiakos Piräus 1:0. Dem FC Bayern reichte bereits ein 1:1 am Dienstag in Valencia.

Im edlen Fürstentum Monaco hatte Hans-Joachim Watzke im August eine vage Hoffnung geäußert. »In dieser Gruppe werden Helden geboren«, sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund angesichts hochkarätiger Gegner. Dem deutschen Meister wurden damals die nationalen Titelträger Spaniens, Englands und der Niederlande zugelost - Real Madrid, Manchester City, Ajax Amsterdam.

Knapp vier Monate und fünf Gruppenspieltage später meldete sich der Kaiser in der Königsklasse zu Wort: »Ein Endspiel Bayern gegen Dortmund wäre doch schön«, sagte Franz Beckenbauer am Mittwochabend. Eine Hoffnung im November, ähnlich vage wie die von Watzke im August. Nur, dass in diesen Tagen die Finaltauglichkeit der Münchner zu bezweifeln ist. Zwar hat sich auch der FC Bayern mit dem 1:1 am Dienstagabend vorzeitig den Einzug ins Achtelfinale gesichert, aber »es geht um die Art und Weise«, mahnte der Münchner Torschütze Thomas Müller. »Wir haben zweimal in Folge remis gespielt, obwohl die Gegner eine Zeit lang in Unterzahl waren«, haderte Kapitän Philipp Lahm zugleich mit dem Unentschieden in Nürnberg.

Beruhigen wird die Münchner sicherlich, dass sie - nicht wie im November des vergangenen Jahres - trotz einer schwächeren Phase punkten und die Bundesliga weiter souverän anführen. Dennoch forderte Klubchef Karl-Heinz Rummenigge: »Wir müssen den Schalter umlegen.«

Die Helden der Königsklasse kommen, zumindest vorübergehend, aus Dortmund. Nicht nur aus Sicht der Borussia, die mit einem furiosen 4:1 am Mittwochabend bei Ajax Amsterdam gar schon vorzeitig den Gruppensieg feiern konnte - ungeschlagen, vor Real Madrid, vor Ajax, vor Manchester City. »Mit Perlen wie Mario Götze und Marco Reus bekamen die Zuschauer den lebenden Beweis, dass Dortmund die Sensation der Champions League ist«, war im niederländischen »De Telegraaf« zu lesen. Unter Experten muss Götze mittlerweile Vergleichen mit Barcelonas Lionel Messi standhalten. Gegen Ajax erzielte er ein Tor selbst und bereitete die anderen Treffer von Reus und Robert Lewandowski vor.

»Der deutsche Fußball ist international auf einem beachtlichen Weg«, sagte Horst Heldt am Mittwochabend. Seinen Verein bezog der Manager vom FC Schalke 04 ausdrücklich mit ein. Auch den Königsblauen gelang bereits einen Spieltag vor Ende der Gruppenphase der Einzug in die nächste Runde. Damit stehen seit der Saison 2004/05 erstmals wieder drei deutsche Klubs im Achtelfinale der Champions League. Das 1:0 gegen die harmlosen Gäste von Olympiakos Piräus mussten sich die Schalker allerdings hart erkämpfen. Am letzten Spieltag geht es für sie, ebenso wie für den FC Bayern, um den für die Auslosung nicht unbedeutenden Gruppensieg.

Den hat Dortmund schon sicher und kann entspannt nach Nyon schauen, wo am 20. Dezember die Achtelfinalpartien gezogen werden. Und auch Beckenbauers vage Hoffnung wird den Winter überdauern. Das UEFA-Reglement erlaubt im Achtelfinale keine Duelle zwischen Teams aus einem Land.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln