Das Kino ein Rausch

Aufbrüche und Niederlagen des 20. Jahrhunderts - Günter Reisch zum 85.

  • Von Ralf Schenk
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Lieber Günter, am vergangenen Samstag, eine Woche vor Deinem 85., begann im Berliner Zeughauskino eine Reihe mit Deinen schönsten Filmen, und als Eröffnung war der muntere Erstling »Junges Gemüse« (1956) zu sehen. Du warst damals noch keine dreißig, forsch und frech und auf wunderbare Weise besessen vom Kino. Am Anfang knattert eine junge Frau auf dem Moped durchs Dorf, die Bauern winken ihr zu, auch ein paar Pioniere, die im Zug vorbeifahren. Du hast damit eine Szene aus dem Ufa-Märchen »Der Kongress tanzt« (1931) zitiert, in der ein Mädchen, in der offenen Kutsche sitzend, zu ihrem Fürsten geholt wird. Kutschen, Fürsten und Unterwürfigkeit gegenüber den Mächtigen gab es im »Jungen Gemüse« nicht, wohl aber eine emanzipierte Agronomin, die sich von einem bürokratischen Kleingeist nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Dein Regiedebüt, ein selbstbewusster, weil selbstironischer DDR-Heimatfilm, erwies sich als vollkommener Gegenentwurf ...

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