Werbung

Europaweg verlassen

Katja Herzberg über die EU-Krise nach dem Scheitern des Sondergipfels

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Griechenland-Hilfen zusammenkratzen, Rettungsfonds für pleitebedrohte Banken und Mitgliedsländer auflegen - alle bisherigen vermeintlichen Krisenhöhepunkte werden vom derzeitigen Gipfelklatsch in Brüssel in den Schatten gestellt. Das Scheitern des Sondergipfels zur Beratung des EU-Budgets offenbart die wahre Krise der EU.

Trotz der ergebnislosen Beendigung des Ratstreffens bleibt die EU handlungsfähig. Fraglich ist aber, wie lange und mit welcher Bedeutung. Das wird davon abhängen, ob die europäischen Partner bald bereit sind, über ihren national-egoistischen Schatten zu springen. Die derzeitigen Äußerungen von Merkels Gefolgschaft zeugen nicht davon. Ausgerechnet im Jahr der Unionsbürger, das die EU für 2013 ausgerufen hat, könnten das Studentenaustauschprogramm Erasmus und andere wichtige Projekte gefährdet sein, weil sich die Regierungschefs gegenüber den EU-Institutionen querstellen.

Das einzige Ergebnis des Gipfels, die Berufung von Yves Mersch in das Direktorium der Europäischen Zentralbank - gegen das Votum des EU-Parlaments -, ist denn auch mehr als ein Affront gegen eigens eingesetzte EU-Amtsträger. Die Regierungschefs haben das Stoppschild, das vor dem Verlassen des Pfades der europäischen Idee warnt, überfahren. Direkt dahinter werden sie den Wegweiser in die Sackgasse finden. Nicht an diesem Wochenende, aber vielleicht in ein paar Monaten, wenn Europagegner auch jenseits von Albion die Oberhand gewinnen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen