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Zu viele Plastiktüten im Umlauf

Umwelthilfe: Deutsche verwenden Tüten trotz Problembewusstsein

Berlin (epd/nd). Die übergroße Mehrheit der Deutschen lehnt nach einer Umfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Plastiktüten ab - und greift dennoch regelmäßig danach. In einer Online-Umfrage unter 1020 Bürgern hätten fast 97 Prozent angegeben, in der Plastiktütenflut ein großes Problem zu sehen. Ebenso viele Umfrageteilnehmer hielten mehrfach verwendbare Taschen für umweltfreundlicher. Dennoch handelte die Mehrheit der Befragten im Alltag oft gegen die eigenen Überzeugungen. Acht von zehn Befragten hätten angegeben, wöchentlich zwischen ein und fünf Plastiktüten mit nach Hause zu nehmen, erklärte die DUH am Montag in Berlin.

Besonders hoch sei der Verbrauch an Plastiktüten in Berlin. In der Bundeshauptstadt gingen jeden Tag mehr als 660 000 Plastiktüten über die Ladentheke. Dabei markiere die Vorweihnachtszeit jedes Jahr »den Gipfel der sinnlosen Energie- und Ressourcenverschwendung«, unterstrich die DUH. Berlin habe eine besondere Vorbildfunktion und solle »durch wirksame Maßnahmen zur Verringerung des Tütenverbrauches Zeichen zur Nachahmung setzen«, sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. Die Umwelthilfe forderte die Verbraucher auf, beim Geschenkekauf in der Vorweihnachtszeit ein Zeichen zu setzen und wiederverwendbare Mehrwegtragetaschen zu nutzen.

Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe entstehen in Berlin pro Jahr durch die 225 Millionen verbrauchten Plastiktüten 4500 Tonnen Abfall. Bundesweit würden jährlich 5,3 Milliarden Wegwerftüten verbraucht.

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