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Leuchten im Armenhaus

Der Strukturwandel im Ruhrgebiet kommt nur langsam voran - vor allem im Norden des Ballungsraumes

  • Von Rolf Schraa, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Villa Hügel in Essen oder das prächtige Rathaus in Duisburg: Das Ruhrgebiet war bis in die 50er Jahre eine der reichsten Regionen Deutschlands. Heute gleicht vor allem der Norden einem Armenhaus. Der Strukturwandel hin zu einer modernen Wissensgesellschaft ist hart.

Essen. Fans des Ruhrgebiets lieben ein Foto Westeuropas, aufgenommen vom Satelliten aus dem Weltraum. Das Bild zeigt von Gibraltar bis zur Ukraine die dunklen Umrisse der Länder, einige Lichtpunkte und drei hell leuchtende Flecken: London, Paris und das Ruhrgebiet.

Das industrielle Zentrum Deutschlands mit seinen rund 5,3 Millionen Einwohnern - eineinhalbmal so viel wie Berlin - ist immer noch der mit Abstand größte Ballungsraum des Landes. Doch es ist ein Ballungsraum in der Krise. Seit den 50er Jahren sind allein im Bergbau fast 500 000 gut bezahlte Jobs verloren gegangen. Massiver Arbeitsplatzabbau im Stahl kam dazu. Sozialtransfers hoch, Gewerbesteuern runter, Haushalte an der Überschuldungsgrenze - das ist seit Jahrzehnten Realität auch in Städten wie Duisburg oder Essen, die einst zu den reichsten in Deutschland zählten.

Hinterm »Sozialäquator«

Die Region zerfällt in zwei Hälften mit der Autobahn A 40 zwischen Duisburg u...


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