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Das hochverräterische »ND«

Josef Foschepoth bietet eine weitere Geschichte von Horch und Guck

  • Von Arno Klönne
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Von 1949 bis Beginn der 1970er Jahre wurden mehr als 100 Millionen Postsendungen geöffnet, ausgewertet, zum großen Teil verbrannt oder geschreddert, von Amts wegen, um der staatlichen »Sicherheit« willen. Unzählige Telefonleitungen wurden zu demselben Zweck abgehört. Ein riesiger Aufwand von Arbeit in öffentlichen Diensten, aber abgeschirmt vor der Öffentlichkeit, geleistet von verpflichteten Schnüfflern und Lauschern - das alles im krassen Widerspruch zur geltenden Verfassung, in der das Post- und Fernmeldegeheimnis zum »uverletzlichen« Recht der Bürgerinnen und Bürger erklärt worden war.

Das weiß man doch alles längst, mag der Leser jetzt einwenden. Die Geschichte der DDR ist ja intensiv aufgearbeitet. Doch nicht über ostdeutsche-, sondern westdeutsche Verhältnisse berichtet das Buch des Historikers Josef Foschepoth. Erstmals sind darin Berge von Akten analysiert und ausgewertet, die in den Archiven von Ministerien der alten Bund...


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