Marlene Göring 22.12.2012 / Kommentare

Blind vor Liebe, taub vor Angst

»Nur eine Erklärung« - Stalker auf dem schmalen Grat zwischen Hingabe und Rache

»Lyrisch ausgedrückt: Das war die echte, die große Liebe«, sagt der dunkelhaarige Mann und nimmt gedankenverloren seine Brille ab. Er sitzt beim ersten Bier des Wochenendes und meint seine erste Freundin. Eine Liebesgeschichte, die kein Happy End hat. Frederik* war Stalker. Er selbst sagt lieber liebeskrank dazu. »Stalking«, das kommt aus der Jägersprache und heißt auf englisch »jagen, hetzen, stolzieren«. Für vier Monate seines Lebens tat der Mensch, der heute Jugendliche weiterbildet, genau das: Er hetzte seiner verflossenen Freundin hinterher. Wörtlich.

Frederik hat viel Gesellschaft. 25 038 Fälle von Stalking erfasste die Polizei in Deutschland letztes Jahr. Der Tatbestand ist erst seit 2007 als »Nachstellung« in Paragraph 238 des Strafgesetzbuches geregelt. Als Frederik zum Stalker wurde, gab es ihn noch nicht. Trotz Falten um die Augen kann man sich den 35-Jährigen gut als Teenager vorstellen. »Ziemlich deutlich ausgerastet« ...

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