Verarbeitet - nicht vergessen

Der Kreideabsturz auf Rügen vor einem Jahr sorgt für Debatten um die Sicherheit an der Küste

  • Von Martina Rathke, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Vor einem Jahr starb die kleine Katharina bei einem Kreideabsturz auf der Insel Rügen. Die Unglücksstelle ist bis heute gesperrt. Schilder informieren über die Gefahren. Ein technisches Frühwarnsystem soll es aber nicht geben - das vermittle nur trügerische Sicherheit, heißt es.

Kap Arkona. Die Grablichter und Blumen sind ein Jahr nach dem verhängnisvollen Tod der kleinen Katharina am Kap Arkona verschwunden. Doch das Unglück an der Nordspitze Rügens, bei dem das zehnjährige Mädchen bei einem plötzlichen Kreideabbruch am Steilküstenkliff verschüttet wurde, ist in den Köpfen der Inselbewohner und Beteiligten noch immer präsent. »Kein Kamerad wird diesen Einsatz vergessen können«, sagt der damalige Einsatzleiter Daniel Hartlieb.

Schrecklicher Unfall

Es sollte ein netter Urlaubsspaziergang der Familie aus dem brandenburgischen Plattenburg werden, als sich urplötzlich am Nachmittag des Zweiten Weihnachtstages tausende Kubikmeter aus dem 40 Meter hohen Kliff lösten. Während die Mutter und ihre 14-jährige Tochter ins Wasser der Ostsee gedrückt werden und überleben, bleibt Katharina wie vom Erdboden verschluckt. Rettungskräfte suchten in den ersten Stunden nach dem dramatischen Unglück nach einem Lebenszeichen, ...


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